Geschäftsbilanz Gute Ausgangsposition für Milchwerke Schwaben

Die Milchwerke Schwaben konnten 2021 trotz höherer Belastungen der Milchwirtschaft durch steigende Kosten Umsatz und Gewinn steigern. Laut Geschäftsbericht haben sich die Umsatzerlöse um 9,1 Millionen auf 248,3 Millionen Euro erhöht.

Dienstag, 03. Mai 2022 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Gute Ausgangsposition für Milchwerke Schwaben
Bildquelle: Milchwerke Schwaben eG

Der Jahresüberschuss der Molkereigenossenschaft verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr auf 1,3 Millionen Euro. Im Bereich Käse und SB-Käse konnte auf Grund der wirtschaftlichen Erholung der europäischen Nachbarländer bei gleichzeitig erhöhter Nachfrage im nationalen Markt der Käseabsatz um 2,4 Prozent auf 33.722 Tonnen ausgebaut werden.

Mit 28.022.346 verkauften Kleinbechern Milchreis ging der Absatz gegenüber dem Vorjahr um 22,0 Prozent zurück. In diesem Bereich machte sich der Ausstieg aus einem Kontrakt bemerkbar. Der Verkauf an Butter verminderte sich in 2021 um 6,6 Prozent auf 5.183 Tonnen. In dem für die Milchwerke Schwaben klassischen Segment von Joghurt und Dessert im 1-Kilogramm- bzw. 800-Gramm-Gebinde verringerte sich der Absatz um 2,2 Prozent auf 57.244 Tonnen.

Steigende Milchpreise

Die Milchanlieferung und -verarbeitung verringerten sich im Berichtszeitraum um 3,3 Prozent auf 441,7 Millionen Kilogramm. Die 829 Milcherzeuger der Genossenschaft lieferten 410,7 Millionen Kilogramm Milch (-1 %), davon 8,9 Mio. Kilogramm Biomilch (+ 3 %).

Bei der Neu-Ulmer Molkereigenossenschaft verzeichnete der Auszahlungspreis an die Milcherzeuger mit dem Anstieg der Verwertungsmöglichkeiten zum Jahresende starke Zuwächse. So lag der durchschnittliche Brutto-Auszahlungspreis inklusive Nachzahlung bei 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß für Milch ohne Gentechnik bei 42,5 ct/kg und bei konventioneller Milch bei 41,4 ct/kg. Für Biomilch wurden durchschnittlich 57,2 ct/kg brutto gezahlt.

Gute Ausgansposition für 2022

Aus Sicht von Karl Laible, geschäftsführender Vorstand bei Milchwerke Schwaben, wirken sich die Herausforderungen des zweiten Pandemiejahres weiterhin auf die Milchwirtschaft aus. „Das Jahr 2022 hat mit historisch hohen Preisen für Milchprodukte begonnen, gleichzeitig sind die Kosten der Betriebe deutlich gestiegen. In Mitteleuropa haben wir die Situation, dass die Milchmenge zurückgeht und der Wettbewerb um Rohstoff zunehmen könnte“ prognostiziert Laible.

Trotz Unsicherheiten durch Corona, Zunahme der Energiepreise, Ukraine-Konflikt und Inflation, sieht Laible die Milchwerke Schwaben in einer guten Ausgansposition. Die Käseproduktion verbraucht die meiste Milch im Unternehmen, ein Segment, in dem die Genossenschaft einen starken Export und gute Inlandsabsätze erlebt – ungeachtet hoher Käsepreise.

Für 2022 erwartet Laible insgesamt ein steigendes Jahresergebnis: „Ausgehend von stabilen Mengen und erhöhten Preisen für Joghurt und Desserts unter der Marke Weideglück ist es unser Ziel, die kommenden Kontrakte an die derzeitige Preissituation anzupassen. Um unsere Auslastung weiter zu verbessern, werden neue Produkte im Laufe des Jahres eingeführt bzw. neue Kontrakte bedient.“

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