Ukraine-Krieg Engpässe bei Senfsaat und Speiseöl drohen

Der russische Krieg gegen die Ukraine und die Sanktionen gegen Russland haben neben dem menschlichen Leid auch drastische Auswirkungen auf die deutsche Ernährungsindustrie. Betroffen ist die Produktion von Senf und Mayonnaise sowie anderer emulgierter Saucen, wie der Herstellerverband Kulinaria mitteilte.

Freitag, 04. März 2022 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Engpässe bei Senfsaat und Speiseöl drohen
Bildquelle: Getty Images

Russland und die Ukraine sind demzufolge Deutschlands Hauptlieferanten für Senfsaat und auch Sonnenblumenöl. Insgesamt fast 80 Prozent der nach Deutschland importierten Senfsaat kommen aus den beiden Ländern (51,9 Prozent aus Russland und 27,6 Prozent aus der Ukraine).  Ebenso wird der Bedarf an Sonnenblumenöl zu 94 Prozent über Importe – vornehmlich aus diesen Ländern – gedeckt.

Der Krieg in der Ukraine sowie die Sanktionen gegen Russland werden nach Angaben von Kulinaria eine unmittelbare Auswirkung auf die europäischen Agrarmärkte und Lieferströme von Rohstoffen aus den betroffenen Gebieten haben. Schon jetzt sei eine Rohstoffverknappung für Sonnenblumenöl und Senfsaat festzustellen, die sich in den kommenden Wochen noch verschärfen werde – bis hin zu vollständigen Lieferausfällen. Auch die Situation auf dem Stärkemarkt – ebenfalls wichtiger Grundstoff für kulinarische Produkte – ist angespannt. 

Die Mitglieder von Kulinaria Deutschland setzen alles daran, die Engpässe bestmöglich aufzufangen und die Versorgung auch bei steigenden Kosten zu gewährleisten. Die aktuelle Krisensituation fordert von allen Beteiligten in der Lieferkette ein hohes Maß an Sensibilität. Kulinaria ist im Jahr 2009 aus der Verschmelzung der traditionsreichen Verbände der Essig- und Senf-, Feinkost- und Suppenindustrie entstanden und vertritt nach eigenen Angaben rund 130 Unternehmen. 

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