Rügenwalder Mühle Wachstumskurs geht weiter

Mit einem Plus von 22 Prozent gegenüber Vorjahr erwirtschaftete der niedersächsische Lebensmittelhersteller 2020 einen Gesamtnettoumsatz von 233,7 Millionen Euro (2019: 191,6 Millionen Euro). Erfolgsfaktor bleibe dabei die Ausrichtung auf beide Geschäftsfelder gleichermaßen: klassische Fleisch- und Wurstwaren sowie pflanzliche Proteine, so Michael Hähnel, der Vorsitzende der Geschäftsleitung (Foto). Beide Bereiche hätten in Bezug auf die Erlöse gleichauf gelegen.

Freitag, 16. April 2021 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
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Bildquelle: Rügenwalder Mühle

Im Segment pflanzliche Proteine entwickelte sich der Umsatz der Zwischenahner mit 72,9 Prozent1 besser als der Markt (Umsatz V+V Fleischalternativen Deutschland Gesamt plus 65,4 Prozent), Quelle: IRI: „Als First Mover im Bereich der pflanzlichen Proteine in Deutschland treiben wir die dynamische Entwicklung dieser Kategorie weiterhin voran“, betont Hähnel. Die erhöhte Nachfrage nach vegetarischen und veganen Produkten ist die Folge eines ernährungsbewussteren Konsumverhaltens – nochmals verstärkt durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, wie Homeoffice und die Schließung der gastronomischen Betriebe.

„Die Verbraucher schätzen es, dass bei unserer Marke für jeden etwas dabei ist – mit Fleisch und ohne“, erklärt Hähnel weiter. Zu diesem Ergebnis kommt auch das Marktforschungsinstitut Rheingold Salon, das im Auftrag der Rügenwalder Mühle eine umfangreiche Markenstudie durchführte: „Die Verbraucher erleben die Marke Rügenwalder Mühle im positiven Sinne als offen, modern und gemeinschaftsorientiert, weil sie geschmackvolle Produkte für alle anbietet – egal ob für Fleischliebhaber, Flexitarier oder Veganer“, ergänzt Jens Lönneker, Geschäftsführer von Rheingold Salon.

Die Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 beeinflussen auch 2021 die Ernährungs- und Konsumgewohnheiten der Deutschen und damit die Marktentwicklung, insbesondere im Bereich der pflanzlichen Proteine. Die Rügenwalder Mühle rechnet somit auch für das aktuelle Geschäftsjahr mit einem ausgeprägten Wachstum. Um diesem Trend bestmöglich zu begegnen, setzt der Lebensmittelhersteller 2021 weiter auf Investitionen in Forschung und Entwicklung, die Einstellung qualifizierten Personals sowie den Ausbau der Lager- und Produktionskapazitäten. Die im Bau befindliche Erweiterung des Produktionsgeländes soll zur Jahresmitte 2021 offiziell in Betrieb genommen werden.

Künftig möchte das Unternehmen den Fokus zudem noch konsequenter auf ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit legen. „Die Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft ist die Grundvoraussetzung für unser Handeln. Wir hinterfragen stets, was wir besser machen können“, so Michael Hähnel.

Um die Transformation voranzubringen und nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen, hat das Familienunternehmen 2020 wichtige strukturelle und prozessuale Veränderungen vorgenommen. So wurden 13,5 Millionen Euro am Standort in Bad Zwischenahn insbesondere in den Ausbau der Kapazitäten investiert. Die Mitarbeiterzahl wuchs um 14 Prozent auf 740 Mitarbeiter.

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