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ASP Kommt immer näher

Lebensmittel Praxis | 23. Januar 2020
ASP: Kommt immer näher
Bildquelle: Getty Images

Die Afrikanische Schweinepest ist bis auf zwölf Kilometer an die deutsche Grenze herangerückt. Ein Nachweis der Tierseuche hierzulande hätte weitreichende Konsequenzen.

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Die Afrikanische Schweinepest rückt noch näher an Deutschland heran. In Polen wurde zwölf Kilometer von der Grenze zu Sachsen entfernt ein neuer Fall der Tierseuche bei einem toten Wildschwein gemeldet, wie das Bundesagrarministerium mitteilte. Der Fundort liegt nach Angaben einer Sprecherin im Kreis Zaganski (Woiwodschaft Lebus), östlich von Bad Muskau (Landkreis Görlitz). Über mögliche weitere Maßnahmen entschieden die Behörden vor Ort, sagte eine Sprecherin. In der nächsten Woche sei dazu auch ein Treffen auf Expertenebene mit Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern vorgesehen. Deutschland und Polen haben die Vorsorge schon verstärkt. Zuletzt war Anfang Januar in Polen ein positiv getesteter Wildschwein-Kadaver 21 Kilometer von der Grenze entfernt nordöstlich von Bad Muskau gefunden worden. Mit Blick auf den neuen Fund erläuterte das Agrarministerium in Dresden, die Bedrohungslage für Sachsen sei unverändert. Die Präventionsmaßnahmen würden regelmäßig überprüft, es bestehe enger Kontakt zu den Behörden im Nachbarland, und es entstünden Schutzzäune entlang der Lausitzer Neiße. Brandenburg hat wegen der grenznahen Fälle schon einen 120 Kilometer langen Schutzzaun errichtet. Das Bundesministerium hatte am Montag weitere Schritte angekündigt. So sollen im Fall eines Ausbruchs in Deutschland in einem größeren Radius Zäune und andere Barrieren aufgestellt werden können, die Wildschweine aufhalten sollen. Dafür wird derzeit eine entsprechende Verordnung erweitert, die noch der Bundesrat beschließen muss. Ministerin Julia Klöckner (CDU) vereinbarte am Rande der Agrarmesse Grüne Woche zudem mit ihrem polnischen Amtskollegen Jan Krzysztof Ardanowski, weitere Maßnahmen zu erarbeiten. Im Gespräch sei etwa die Einrichtung eines eingezäunten Korridors entlang der Grenze. Es werde geprüft, wie das Technische Hilfswerk beim Bau von Schutzzäunen auf polnischer Seite behilflich sein.