Statistisches Bundesamt Deutschland hat die älteste Arbeitsbevölkerung der EU

Fast ein Viertel der Erwerbstätigen in Deutschland ist zwischen 55 und 64 Jahre alt. Das ist EU-weit der höchste Wert. Ein Grund: Die Menschen gehen immer später in Rente.

Dienstag, 03. Februar 2026, 10:07 Uhr
Theresa Kalmer
Das durchschnittliche Renteneintrittsalter lag im Jahr 2024 nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung bei Altersrenten für Frauen und Männer bei 64,7 Jahren. Bildquelle: Getty Images

Deutschland hat die älteste Arbeitsbevölkerung in der Europäischen Union. Von den rund 40,9 Millionen Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 Jahren waren im Jahr 2024 gut 9,8 Millionen zwischen 55 und 64 Jahre alt, wie das Statistische Bundesamt auf Basis von Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Das entsprach einem Anteil von knapp einem Viertel (24,0 Prozent) – der höchste Wert aller EU-Staaten. EU-weit machten ältere Erwerbstätige rund ein Fünftel (20,1 Prozent) der Erwerbstätigen aus.

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Den nach Deutschland zweithöchsten Anteil älterer Erwerbstätiger in der EU hatte im Jahr 2024 Italien: Hier stellten die 55- bis 64-Jährigen 23,0 Prozent der Erwerbstätigen. In Bulgarien lag der Anteil mit 22,3 Prozent ebenfalls vergleichsweise hoch. Anteilig die wenigsten älteren Erwerbstätigen in der EU gab es in Malta: Nur rund jeder neunte (10,8 Prozent) Erwerbstätige des Inselstaates war zwischen 55 und 64 Jahre alt. Auch in Luxemburg (12,8 Prozent) und Polen (15,2 Prozent) machte diese Altersgruppe einen vergleichsweise geringen Anteil an den Erwerbstätigen aus.

Ein zentraler Grund für den hohen Anteil älterer Erwerbstätiger in Deutschland ist die zunehmende Alterung der Bevölkerung, wie das Statistische Bundesamt erklärte. Darüber hinaus gehen die Menschen hierzulande immer später in Rente. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter lag im Jahr 2024 nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung bei Altersrenten für Frauen und Männer bei 64,7 Jahren. Im Jahr 2004 hatte es für Frauen bei 63,0 Jahren und für Männer bei 63,1 Jahren gelegen.

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Gesetzliches Renteneintrittsalter steigt auf 67 Jahre

Ein Grund für den Anstieg ist die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 67 Jahre bis zum Jahr 2029. Auch das Auslaufen von zwei Modellen einer vorgezogenen Altersrente, die teilweise schon mit 60 Jahren in Anspruch genommen werden konnten, spielt eine Rolle.

Das Statistische Bundesamt bündelt diese und weitere Daten zum Thema Rente und Alterssicherung auf einer neuen Sonderseite unter www.destatis.de/rente. Das Datenangebot umfasst die Bereiche Demografie, Arbeit, Einkommen und Staatshaushalt. Es reicht von Vorausberechnungen zur künftigen Zahl der Personen im Rentenalter über Analysen zu Erwerbstätigkeit und Einkommen von Rentnern bis hin zu Daten zur Entwicklung der Staatsausgaben für Renten und Pensionen.

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