Rewe/Eberswalder:Schweinefleisch 100 % Regional

Bildquelle: sr pictures Sandra Ritschel

Rewe/Eberswalder Schweinefleisch 100 % Regional

Unter Mitwirkung des brandenburgischen Wirtschaftsministers Albrecht Gerber haben in Brandenburg die Rewe, die Eberswalder Gruppe und Landwirte das Programm 100% Regional auf den Weg gebracht.

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Seit Juli können Kunden in 20 Rewe-Märkten in Berlin und Potsdam Schweinefleisch mit einer 5-Sterne-Garantie an der Bedientheke kaufen. 30 sollen es in den nächsten Wochen werden; bis Ende 2018 sollen es 80 sein. Zudem soll das Selbstbedienungsangebot ausgebaut und mittelfristig auch Rindfleisch angeboten werden.

Hinter der Garantie stecken u. a. natürliche Ferkelaufzucht oder die Verwendung hofeigener Futtermittel. Die Schweine stammen ausschließlich vom Brandenburger Landwirt Ralf Remmert (Prignitzer Landschwein) und werden in einem kleinen Schlachtbetrieb in Neuruppin (Schlachtbetrieb Emil Färber) geschlachtet. Danach übernimmt dann die Eberswalder Gruppe in Britz die Verarbeitung der Schweinehälften.

Bereits 2017 hatte die Eberswalder Gruppe mit Landwirten über die Bedingungen für ein regionales Fleischprogramm gesprochen. Mit den Landwirten von Prignitzer Landschwein und dem Schlachtbetrieb Emil Färber wurden nun Partner dafür gefunden. „Wenn wir Tierhaltung und Fleischqualität nachhaltig verbessern wollen, geht das nur in einer fairen Partnerschaft“, sagt Sebastian Kühn, Sprecher der Eberswalder Gruppe. „Nachhaltige Qualität hat aber auch einen höheren Preis. Ohne einen mutigen und entschlossenen Handelspartner würden regionale Landwirte, hiesige Schlachtbetriebe und auch Eberswalder perspektivisch in existenzielle Schwierigkeiten geraten.“

„Innovative Programme im Einzelhandel lassen sich mit erfahrenen Partnern deutlich nachhaltiger etablieren“, bestätigt Stefan Hörning, Vorsitzender der Geschäftsleitung Rewe Ost.

„Dank der guten und intensiven Zusammenarbeit aller Beteiligten ist es in weniger als anderthalb Jahren gelungen, dieses Modellprojekt für eine regionale Produktionskette zu starten. Und das nicht nur als Nischenprodukt bäuerlicher Direktvermarktung, sondern als ausbaufähiges System im klassischen Lebensmitteleinzelhandel. Das freut mich sehr. Der Auf- und Ausbau tragfähiger regionaler Wertschöpfungsketten stärkt die Ernährungswirtschaft in der Region, sichert Arbeitsplätze und trägt natürlich auch dazu bei, die wachsende Nachfrage in der Region nach Lebensmitteln aus der Region befriedigen zu können“, zeigt sich Albrecht Gerber, Minister für Wirtschaft und Energie, zufrieden mit dieser konkreten Entwicklung im Cluster Ernährungswirtschaft. Unter Schirmherrschaft des Wirtschaftsministers hatte das Cluster Ernährungswirtschaft in 2017 mehrere Dialogrunden mit Landwirten, Unternehmern der Ernährungsindustrie und Vertretern des Handels in Berlin und Brandenburg ins Leben gerufen.