Der Fleischkonzern Vion schließt seinen Rinder-Zerlegebetrieb in Hilden. Das Unternehmen informierte die Mitarbeiter und den Betriebsrat über die geplante dauerhafte Schließung. Rund 160 Mitarbeiter sind von der Entscheidung betroffen.
Fast alle Kunden künftig von anderen Standorten beliefert
Der Betrieb soll spätestens zum 28. Februar 2026 eingestellt werden, möglicherweise auch früher. Das teilte Vion mit. Die Schließung steht unter dem Vorbehalt eines laufenden Konsultationsverfahrens. Das Unternehmen will nun Gespräche mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan aufnehmen.
Vion prüft nach eigenen Angaben Beschäftigungsalternativen für die betroffenen Mitarbeiter innerhalb des Konzerns. Parallel arbeitet das Unternehmen mit Kunden und Lieferanten daran, die Belieferung fortzuführen. Der überwiegende Teil der Kunden könne von anderen Vion-Standorten aus beliefert werden, versicherte das Unternehmen. Auch die Lieferanten könnten weiterhin andere Vion-Betriebe versorgen.
Vion verweist auf strukturelle Veränderungen im Markt
Als Grund für die Schließung nannte Vion anhaltende strukturelle Veränderungen im Markt, die eine weitere Konsolidierung erforderlich machten. „Vion ist sich der Auswirkungen dieser Entscheidung auf die Mitarbeitenden bewusst und wird den weiteren Prozess verantwortungsvoll sowie in engem Dialog mit den Arbeitnehmervertretungen gestalten“, heißt es in einer Stellungnahme.
Der niederländische Konzern Vion hatte im Sommer 2024 darüber informiert, dass man sich von seinem Deutschland-Geschäft trennen wolle. Die Premium Food Group hatte später Interesse an den Standorten in Buchloe, Crailsheim und Waldkraiburg, Memmingen, Eching-Weixerau und Hilden bekundet. Das Bundeskartellamt legte jedoch sein Veto ein.
