Edeka Minden-Hannover, die größte Regionalgesellschaft im Edeka-Verbund, hat für das Geschäftsjahr 2025 einen Konzernaußenumsatz von 12,43 Milliarden Euro gemeldet — ein Anstieg von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Solch moderates Wachstum nannte Vorstandssprecher Mark Rosenkranz gegenüber der Lebensmittel Praxis „die neue Realität“. Deutschlandweit hatte Edeka im vergangenen Jahr im Lebensmitteleinzelhandel ein Umsatzplus von 2,4 Prozent erzielt.
Zum Vergleich: Im Corona-Jahr lag das Umsatz-Wachstum von Edeka Minden-Hannover noch bei 8,4 Prozent, unter anderem weil sich der Außer-Haus-Konsum in den Handel verschoben hatte. Auch in 2023 konnte man inflationsbedingt um 6,6 Prozent zulegen. „Von diesen Boom-Jahren können wir uns heute nichts mehr kaufen. Im Gegenteil: Es fällt uns vor die Füße, weil die Verbraucher extrem preissensibel sind“, so Rosenkranz. Nach Aussage des Vorstandssprechers liegt die Preisentwicklung bei Lebensmitteln derzeit bei moderaten 1,3 Prozent. Der Markt erlaube es aber nicht, diese Preissprünge vollständig weiterzugeben. Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nannte Rosenkranz das Umsatzwachstum von 1,6 Prozent auf 12,43 Milliarden Euro „zufriedenstellend“. Unter anderem durch Kostendisziplin sei es gelungen, ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 235,2 Millionen Euro und einen Jahresüberschuss von 160 Millionen Euro zu erzielen – beide Werte leicht über Vorjahresniveau.
25 Märkte neu eröffnet und 187 modernisiert
Die Investitionen beliefen sich auf rund 557 Millionen Euro. Davon flossen etwa 300 Millionen Euro in neue Standorte sowie in die Modernisierung und Erweiterung von Märkten. 25 Märkte wurden neu eröffnet, 23 erweitert und 187 modernisiert. Für 2026 plant das Unternehmen Rekordinvestitionen von rund 684 Millionen Euro — nach eigenen Angaben der höchste Wert der Unternehmensgeschichte. Rund 400 Millionen Euro sind für Einzelhandelsimmobilien vorgesehen, 200 Millionen für Logistik und die Umrüstung der Lkw-Flotte.
Größte Einzelinvestition ist der Umbau des Lausitzparks in Cottbus mit rund 100 Millionen Euro. Zudem entsteht in Bückeburg für rund 180 Millionen Euro ein neues Logistikzentrum der Produktionstochter Bauerngut, das Anfang 2028 in Betrieb gehen soll.
Mit rund 76.400 Beschäftigten und rund 1.500 Märkten bleibt Minden-Hannover nach eigenen Angaben die umsatzstärkste der sieben Edeka-Regionalgesellschaften.