Medizinische Versorgung Kaufland testet Apotheken-Terminals in elf Filialen

Kaufland erprobt an elf Standorten digitale Stelen, an denen Kunden E-Rezepte einlösen und frei verkäufliche Medikamente bestellen können. Die Terminals stehen vor allem in Filialen ohne eigene Apotheke. Ob das Angebot ausgeweitet wird, hängt von den Ergebnissen der Pilotphase ab.

Donnerstag, 07. Mai 2026, 11:46 Uhr
Theresa Kalmer
Kaufland gehört wie Lidl zur Schwarz-Gruppe und betreibt mehrere hundert Filialen in Europa – mit wachsendem Fokus auf zusätzliche Services rund um die Nahversorgung. Bildquelle: Kaufland

Kaufland testet an elf Standorten in Deutschland sogenannte Apotheken-Terminals. An den digitalen Stelen im Eingangsbereich der Filialen können Kunden E-Rezepte einlösen, frei verkäufliche Medikamente bestellen und direkt bezahlen. Das teilte das Unternehmen auf Anfrage der Lebensmittel Praxis mit.

Die Terminals richten sich nach Angaben von Kaufland vor allem an Standorte, an denen keine Apotheke als Fachgeschäft in der Vorkassenzone vorhanden ist. An der Mehrheit der Filialen gebe es bereits Apotheken auf den Vermietungsflächen. Die Geräte sollen dort eine Alternative bieten, wo das nicht der Fall ist. Kaufland vermietet die Fläche für die Terminals, die jeweils digital mit einer Apotheke verbunden sind. Kunden können ihre Bestellung entweder in der jeweiligen Apotheke abholen oder sich per Botendienst liefern lassen.

An fünf Standorten – in Bietigheim, Backnang, Leonberg, Schwetzingen und Sinsheim – setzt Kaufland auf das Modell „Medicheck“ der Bühler-Apotheke aus Bietigheim. Bei diesen Geräten liefert die Apotheke laut der Mitteilung ab einem Bestellwert von zehn Euro oder bei Einlösung eines Rezepts kostenfrei per DHL nach Hause. An sechs weiteren Standorten in Cuxhaven, Heilbronn, Mühlhausen, Worms, Sinzig und Zeitz betreiben regionale Apotheken jeweils eigene Geräte der Anbieter Better Apo, Mauve oder Pharma-Point.

Kaufland prüft Ausweitung auf weitere Standorte

„Wir sehen in dem Thema medizinische Versorgung auf unseren Vermietungsflächen großes Potenzial“, sagte René Wolf, Leiter Vermietung bei Kaufland. Die Ergebnisse der Pilotprojekte sollen demnach zeigen, ob eine Ausweitung auf weitere Standorte sinnvoll ist. „Mit den Pilotprojekten sammeln wir derzeit Erfahrungen, um zu verstehen, wie unsere Kunden das Angebot annehmen und wie sich das Modell im Alltag bewährt“, so Wolf weiter.

Heiko Koch, Geschäftsleiter Regionen bei Kaufland, betonte auf LinkedIn, dass Kaufland als Nahversorger Konzepte anbieten müsse, „die das Leben unserer Kunden immer weiter vereinfachen“. Die Terminals seien seit einigen Wochen im Einsatz.

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