Die Brandenburger Landesregierung aus SPD und CDU hat eine Änderung des Ladenöffnungsgesetzes auf den Weg gebracht, um vollautomatisierte Mini-Supermärkte ohne Personal zu ermöglichen. Das Kabinett beschloss einen entsprechenden Gesetzentwurf, wie die Landesregierung mitteilte. Der Landtag muss der Änderung noch zustimmen.
Die sogenannten Smart Stores sollen künftig an sieben Tagen pro Woche bis zu 24 Stunden öffnen dürfen. Damit will die Landesregierung vor allem die Nahversorgung in ländlichen Regionen sichern, in denen klassische Supermärkte zunehmend verschwinden. Sozialminister René Wilke (SPD) erklärte laut der Mitteilung: „Gerade im ländlichen Raum ist es wichtig, dass Menschen Waren des täglichen Bedarfs auch zukünftig wohnortnah einkaufen können.“ Wo herkömmliche Supermärkte unter Druck gerieten, könnten die automatisierten Läden einen Beitrag zur Versorgung leisten.
Bislang erlaubt das Brandenburger Ladenöffnungsgesetz den Betrieb von Verkaufsstellen nur von Montag bis Samstag. An Sonn- und Feiertagen dürfen Läden lediglich an sechs Tagen im Jahr aus besonderem Anlass öffnen. Andere Bundesländer haben den Angaben zufolge bereits Regelungen geschaffen, die vollautomatisierten Verkaufsstellen ohne Personal weitergehende Öffnungszeiten einräumen.
Der Landtag hatte die Landesregierung bereits im vergangenen Jahr mit den Stimmen der damaligen SPD/BSW-Koalition und der CDU-Opposition aufgefordert, bis Ende März 2026 einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen. Wann der Landtag über die Änderung abstimmt, steht noch nicht fest.
