Der Lebensmittelhändler Globus will die Preise an seinen 52 Tankstellen zum Start des neuen Spritpreis-Gesetzes am 1. April zunächst nicht erhöhen. Das teilte das Unternehmen mit Sitz im saarländischen St. Wendel mit. Globus wolle damit seinen Anspruch unterstreichen, an jedem Standort die günstigste Tankstelle zu betreiben.
Das neue Spritpreis-Gesetz löse aus Sicht von Globus nicht das Problem der hohen Spritkosten. „Wir gehen davon aus, dass es lediglich zu Verschiebungen kommt, wann Menschen tanken“, erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Matthias Bruch laut der Mitteilung. „Entscheidend bleibt die hohe Steuerlast in Deutschland: Der größte Anteil des Spritpreises entfällt auf Abgaben wie Energiesteuer, Mehrwertsteuer und CO₂-Kosten.“ Bruch verwies auf Australien, das seine Spritsteuer für drei Monate halbiert und die Abgabe für schwere Nutzfahrzeuge in diesem Zeitraum auf null gesetzt habe.
Globus betreibt nach eigenen Angaben an 52 Standorten bargeldlose Automatentankstellen. Die Preise orientieren sich den Angaben zufolge jeweils am günstigsten Anbieter im Umfeld. Zusätzlich bietet das Unternehmen seinen Kunden ein Rabattprogramm namens Tankeschön an: Kunden können abhängig von ihrem monatlichen Einkaufsumsatz in den Globus-Markthallen bis zu vier Cent pro Liter beim Tanken sparen. Ab einem Monatsumsatz von 50 Euro gibt es einen Cent Rabatt pro Liter, ab 300 Euro vier Cent.
Die familiengeführte Globus-Gruppe wurde 1828 gegründet und betreibt mehr als 60 Markthallen in Deutschland mit rund 20.000 Beschäftigten. Neben den Tankstellen gehören auch 37 Waschparks zum Angebot. Im Bereich Elektromobilität baut Globus nach eigenen Angaben derzeit mindestens 800 Schnellladepunkte an seinen Standorten auf – in Zusammenarbeit mit den Ladenetzbetreibern EnBW und Tesla.
