Vier von zehn Verbrauchern in Deutschland wollen zu Ostern weniger Geld für Lebensmittel und Osterartikel ausgeben als im Vorjahr. Das geht aus einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsunternehmens Yougov hervor, für die mehr als 2.000 Menschen ab 18 Jahren befragt wurden. Der Handelsverband Deutschland rechnet demnach mit einem Umsatzrückgang von 6,5 Prozent im Ostergeschäft.
Laut der Yougov-Umfrage planen 52 Prozent der Befragten gleich hohe Ausgaben wie im Vorjahr, nur 6 Prozent wollen mehr ausgeben. Besonders zurückhaltend zeigen sich Frauen: 46 Prozent von ihnen gaben an, weniger Geld für Osterartikel in Supermärkten und Discountern ausgeben zu wollen. Bei den Männern liegt dieser Anteil bei 34 Prozent. Yougov-Marktforscherin Silvia Rothmann-Falk erklärte laut der Mitteilung: „Wir stellen aktuell fest, dass das Ostergeschäft im Lebensmitteleinzelhandel stark von Preisbewusstsein geprägt ist.“ Neben gestiegenen Preisen trage auch ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein in Familien dazu bei, dass Verbraucher selektiver einkaufen oder ganz verzichten.
Die Zurückhaltung der Verbraucher trifft den Lebensmittelhandel in einer Phase steigender Preise. Schoko-Osterhasen bekannter Marken wie Lindt und Milka kosten den Angaben zufolge derzeit 7 bis 29 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das zeigt eine Auswertung der Vergleichsapp Smhaggle für die Deutsche Presse-Agentur. Bereits im Vorjahr hatten sich Schokohasen verteuert.
Schokoladen-Osterhase bleibt beliebtestes Geschenk
Beliebtestes Ostergeschenk bleibt der Schokoladen-Osterhase: 37 Prozent der Befragten nannten ihn laut der Umfrage an erster Stelle, gefolgt von Geld und Gutscheinen mit 11 Prozent sowie Pralinen mit 8 Prozent. 28 Prozent gaben an, gar keine Ostergeschenke zu machen. Von denjenigen, die Geschenke planen, gibt jeder Zweite weniger als 25 Euro aus. Bei 38 Prozent liegt das Budget zwischen 25 und 100 Euro.
Der Handelsverband Deutschland erwartet im diesjährigen Ostergeschäft Erlöse von rund 2,1 Milliarden Euro. Das entspricht einem Umsatzminus von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Prognose stützt sich auf eine repräsentative Umfrage unter 500 Verbrauchern, die das Handelsforschungsinstitut IFH Köln im Auftrag des Verbands durchgeführt hat.
