Die Preise für importierte Lebensmittel sind im Februar 2026 deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, kosteten importierte Nahrungsmittel 4,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat Februar 2025. Gegenüber Januar 2026 gingen die Preise um 0,9 Prozent zurück. Insgesamt lagen die Importpreise im Februar 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Besonders stark fielen die Preise bei Kakaoprodukten: Kakaobutter, Kakaofett und Kakaoöl verbilligten sich im Jahresvergleich um 54,9 Prozent, Rohkakao um 47,4 Prozent. Auch Frucht- und Gemüsesäfte (-22,2 Prozent), Milch und Milcherzeugnisse (-13,8 Prozent) sowie Schweinefleisch (-13,5 Prozent) kosteten den Angaben zufolge deutlich weniger als ein Jahr zuvor. Lebende Schweine waren 21,0 Prozent günstiger als im Februar 2025, verteuerten sich gegenüber Januar 2026 aber um 3,4 Prozent. Rohkaffee verbilligte sich im Jahresvergleich um 9,1 Prozent, importiertes Getreide um 8,7 Prozent.
Gegen den Trend verteuerten sich einige Produkte erheblich. Geschälte Haselnüsse kosteten laut dem Statistischen Bundesamt 48,1 Prozent mehr als im Februar 2025. Rindfleisch verteuerte sich um 17,1 Prozent, gerösteter oder entkoffeinierter Kaffee um 14,6 Prozent. Auch Geflügel und Eier lagen mit einem Plus von 11,9 Prozent deutlich über dem Vorjahresniveau.
Butterpreise im Export brechen um 46 Prozent ein
Auf der Exportseite sanken die Preise für ausgeführte Nahrungsmittel um 4,3 Prozent gegenüber Februar 2025. Besonders auffällig: Butter und andere Fettstoffe aus Milch brachen im Jahresvergleich um 46,2 Prozent ein. Milch und Milcherzeugnisse insgesamt verbilligten sich um 11,8 Prozent. Auch Kakaoerzeugnisse wie Kakaomasse, Kakaobutter und Kakaopulver waren 36,0 Prozent günstiger als vor einem Jahr. Gerösteter oder entkoffeinierter Kaffee wurde dagegen zu 18,0 Prozent höheren Preisen exportiert als im Februar 2025.
Den stärksten Einfluss auf den Rückgang der Importpreise insgesamt hatte laut dem Statistischen Bundesamt erneut die Energie. Importierte Energieträger verbilligten sich im Jahresvergleich um 20,9 Prozent. Erdgas kostete 27,9 Prozent weniger, elektrischer Strom 25,6 Prozent weniger und rohes Erdöl 19,1 Prozent weniger als im Februar 2025. Gegenüber Januar 2026 zogen die Energiepreise allerdings im Durchschnitt um 0,9 Prozent an, vor allem wegen höherer Preise für Mineralölerzeugnisse (+6,0 Prozent) und rohes Erdöl (+3,4 Prozent). Das Statistische Bundesamt wies darauf hin, dass die Kriegshandlungen im Iran und dem Nahen Osten seit dem 28. Februar 2026 keinen Einfluss auf die Februarergebnisse hatten.
