Ein neues Bündnis fordert einen besseren Schutz der Bevölkerung vor Schäden durch Alkoholkonsum. Die Verfügbarkeit von Alkohol müsse verringert, Werbung eingeschränkt werden, heißt es in einem Positionspapier, das die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS/Hamm) veröffentlichte. Außerdem seien Maßnahmen gegen Alkohol am Steuer konsequent auszubauen, Frühintervention und Behandlung zu stärken. Es sollten zudem flächendeckend präventive Gesundheitsangebote aufgebaut werden – neben der medizinischen und psychosozialen Versorgung.
Rumpf: Chance seit Jahrzehnten vertan
Das Positionspapier unter DHS-Federführung haben Fachorganisationen aus den Bereichen Suchthilfe, Medizin, Psychologie und Sozialer Arbeit mitgezeichnet. Darunter sind die Bundesärztekammer, die Deutsche Krebshilfe und die Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie.
Hans-Jürgen Rumpf von der DHS betonte: Prävention helfe nachweislich. Das gelte nicht nur für Vorbeugung mit individuellem Ansatz, sondern auch für Maßnahmen, die äußere Bedingungen festlegten. Diese wichtige Steuerungsmöglichkeit sei aber bisher in Deutschland kaum genutzt worden, so Rumpf. Seit Jahrzehnten werde hier die Chance vertan, Kosten in Milliardenhöhe einzusparen und die Gesundheit von Menschen zu verbessern.
