Die Mehrheit der deutschen Einzelhändler blickt pessimistisch auf das Weihnachtsgeschäft 2025. Nur 10 Prozent erwarten gute Umsätze, wie eine Umfrage des Münchner Ifo-Instituts zeigt. Knapp die Hälfte rechnet mit durchschnittlichen Erlösen; ein Viertel geht von einem schlechten Geschäft aus.
Nur Buchhändler mehrheitlich optimistisch
„Viele Händler gehen ohne große Hoffnung in die wichtigste Verkaufsphase des Jahres“, sagte Ifo-Umfrageleiter Klaus Wohlrabe. Gut 42 Prozent der befragten Händler erwarten demnach eine Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr. Das Ifo-Institut befragt für seine Konjunkturerhebungen jeden Monat mehrere tausend Unternehmen.
Besonders düster fällt die Stimmung bei Spielwarengeschäften aus. Lediglich die Buchhändler zeigen sich optimistischer. Bei ihnen sind die Optimisten nach Angaben des Ifo-Instituts in der Mehrheit. Als Grund für die verhaltenen Erwartungen nennt das Institut die wirtschaftliche Dauerkrise in Deutschland.
GfK und NIM sehen Konsumklima stabiler
Die Nürnberger Forschungsinstitute GfK und NIM kommen zu einer etwas anderen Einschätzung. Sie betrachten das Konsumklima aus Sicht der Verbraucher. Die Konsumlaune liege auf dem Niveau des Vorjahres, sagte der NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. „Dies ist auch für den Einzelhandel mit Blick auf das Jahresendgeschäft eine gute Nachricht“, so Bürkl. Der Konsumklima-Indikator der beiden Institute prognostiziert für Dezember einen Anstieg um 0,9 Zähler auf minus 23,2 Punkte.
Die Anschaffungsneigung stieg den Angaben zufolge um 3,3 Zähler auf minus 6,0 Punkte. Die Sparneigung ging um 2,1 Zähler auf 13,7 Punkte zurück. Verschlechterte Einkommensaussichten verhinderten aber eine stärkere Erholung, hieß es. Im längerfristigen Vergleich zeigt das Konsumklima weiterhin schwache Werte. Vor der Corona-Pandemie lag der Indikator stabil im positiven Bereich.
