Ifo-Umfrage Einzelhändler erwarten schwaches Weihnachtsgeschäft

Nur 10 Prozent der deutschen Einzelhändler rechnen mit guten Umsätzen im Weihnachtsgeschäft. Ein Viertel geht sogar von schlechten Erlösen aus. Besonders pessimistisch zeigen sich Spielwarenhändler. Das hat das Ifo-Institut ermittelt. 

Donnerstag, 27. November 2025, 11:53 Uhr
Manuel Glasfort (mit dpa)
Für viele Einzelhändler ist die Weihnachtszeit die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Doch die Aussichten für dieses Jahr bewerten viele Händler als trübe. Bildquelle: Getty Images

Die Mehrheit der deutschen Einzelhändler blickt pessimistisch auf das Weihnachtsgeschäft 2025. Nur 10 Prozent erwarten gute Umsätze, wie eine Umfrage des Münchner Ifo-Instituts zeigt. Knapp die Hälfte rechnet mit durchschnittlichen Erlösen; ein Viertel geht von einem schlechten Geschäft aus.

Nur Buchhändler mehrheitlich optimistisch

„Viele Händler gehen ohne große Hoffnung in die wichtigste Verkaufsphase des Jahres“, sagte Ifo-Umfrageleiter Klaus Wohlrabe. Gut 42 Prozent der befragten Händler erwarten demnach eine Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr. Das Ifo-Institut befragt für seine Konjunkturerhebungen jeden Monat mehrere tausend Unternehmen.

Besonders düster fällt die Stimmung bei Spielwarengeschäften aus. Lediglich die Buchhändler zeigen sich optimistischer. Bei ihnen sind die Optimisten nach Angaben des Ifo-Instituts in der Mehrheit. Als Grund für die verhaltenen Erwartungen nennt das Institut die wirtschaftliche Dauerkrise in Deutschland.

GfK und NIM sehen Konsumklima stabiler

Die Nürnberger Forschungsinstitute GfK und NIM kommen zu einer etwas anderen Einschätzung. Sie betrachten das Konsumklima aus Sicht der Verbraucher. Die Konsumlaune liege auf dem Niveau des Vorjahres, sagte der NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. „Dies ist auch für den Einzelhandel mit Blick auf das Jahresendgeschäft eine gute Nachricht“, so Bürkl. Der Konsumklima-Indikator der beiden Institute prognostiziert für Dezember einen Anstieg um 0,9 Zähler auf minus 23,2 Punkte.

Die Anschaffungsneigung stieg den Angaben zufolge um 3,3 Zähler auf minus 6,0 Punkte. Die Sparneigung ging um 2,1 Zähler auf 13,7 Punkte zurück. Verschlechterte Einkommensaussichten verhinderten aber eine stärkere Erholung, hieß es. Im längerfristigen Vergleich zeigt das Konsumklima weiterhin schwache Werte. Vor der Corona-Pandemie lag der Indikator stabil im positiven Bereich.

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