Saisongeschäft Deutsche kaufen Weihnachtsgebäck meist ab November

Die Mehrheit der Deutschen lehnt Weihnachtsgebäck in Supermarktregalen ab August ab. Die meisten Verbraucher kaufen die Süßigkeiten erst ab November. Seit 2022 sinken die Absatzmengen deutlich, besonders bei Lebkuchen.

Montag, 15. September 2025, 12:57 Uhr
Manuel Glasfort
Lebkuchen hat es in den letzten Jahren schwerer gehabt, die Verbraucher griffen seltener zu. Bildquelle: Getty Images

Die Deutschen lehnen Weihnachtsgebäck in den Supermarktregalen ab August mehrheitlich ab. 73 Prozent der Befragten sehen ein so frühes Angebot kritisch, wie eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts Yougov ergab. Nur 20 Prozent begrüßen die frühe Platzierung. Unter Frauen ist die Ablehnung etwas größer als unter Männern.

Die meisten Verbraucher kaufen Weihnachtsgebäck erst deutlich später im Jahr. 45 Prozent greifen ab November zu, weitere 20 Prozent warten bis Dezember, teilte Yougov mit. Lediglich 15 Prozent der Befragten kaufen bereits ab Oktober, 5 Prozent ab September und 4 Prozent ab August. 9 Prozent verzichten komplett auf Weihnachtsgebäck.

„Absatzrückgang bereitet Händlern und Herstellern Sorge“

Der November war 2024 mit einem Umsatz von 477 Millionen Euro der stärkste Monat für Weihnachtsgebäck. Im Dezember lag der Umsatz bei 368 Millionen Euro. Die Absatzmengen gehen allerdings seit 2022 zurück. Im November 2024 sank der Absatz um 2,9 Prozent gegenüber November 2021, im Dezember 2024 sogar um 12 Prozent gegenüber Dezember 2021. „Was auffallend ist und den Händlern und Herstellern Sorge bereitet, ist der Rückgang des Absatzes seit 2022, vor allem im Dezember“, erklärte Robert Kecskes, Senior Insights Director bei Yougov.

Zu den beliebtesten Weihnachtsnaschereien zählen nach den Umfrageergebnissen Lebkuchen mit 50 Prozent, gefolgt von Spekulatius mit 42 Prozent und Plätzchen mit 36 Prozent. Bei Lebkuchen zeigt sich der Abwärtstrend besonders deutlich: Im Oktober 2024 sank der Absatz um 10,6 Prozent im Vergleich zu 2019, im November um 5,5 Prozent und im Dezember um 4,8 Prozent. Die steigenden Umsätze trotz sinkender Absatzmengen deuten auf Preiserhöhungen hin.

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