Die Drogeriemarktkette dm beendet ihr Pilotprojekt mit Abfüllstationen für unverpackte Bio-Lebensmittel. Die Nutzung der Stationen sei zu gering gewesen, um ökologische Vorteile gegenüber herkömmlich verpackten Produkten zu erzielen, wie Kerstin Erbe, die dm-Geschäftsführerin für das Ressort Produktmanagement, auf der Online-Plattform Linkedin mitteilte.
Seit Frühjahr 2024 konnten Kunden in 15 dm-Märkten ausgewählte Bio-Produkte unverpackt einkaufen. Das Unternehmen führte nach eigenen Angaben eine umfassende Klimabilanz durch, die den gesamten Lebenszyklus der Stationen von der Herstellung über die Reinigung und den Transport der Kapseln bis zur Produktion der Stationen berücksichtigte. „In der Gesamtbetrachtung waren die Bio-Abfüllstationen nicht nachhaltiger als unsere verpackten Bio-Produkte“, schrieb Erbe.
Das Unternehmen will die Stationen nach dem Pilotende am 30. August 2025 abbauen. Kunden können die Smart Cup Pfandbehälter noch bis zum 30. November 2025 in den teilnehmenden Märkten zurückgeben.
„Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch, Dinge zu hinterfragen, zu testen und konsequent aus den Ergebnissen zu lernen“, erklärte die Geschäftsführerin in ihrem Linkedin-Beitrag. Die Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt sollen in die Weiterentwicklung des Sortiments und Serviceangebots einfließen.