Der Getränkelogistiker Trinks, der unter anderem die Rewe-Gruppe beliefert, steht vor einem Warnstreik. Die Gewerkschaft NGG hat für den heutigen Donnerstag einen 24-stündigen Streik an bundesweit zehn Standorten des Unternehmens angekündigt.
NGG will 300 Euro mehr pro Monat
Betroffen sind die Niederlassungen in Neumünster, Hamburg, Bremen, Hannover, Limburg, Neubrandenburg, Berlin, Leipzig, Frankfurt am Main und Dresden. Der Süden Deutschlands bleibt von den Arbeitsniederlegungen ausgenommen.
Die NGG fordert für die rund 1.700 Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 300 Euro im Monat. Die Arbeitgeberseite hat nach zwei Verhandlungsrunden bislang eine Erhöhung in zwei Stufen mit insgesamt 155 Euro monatlich angeboten. Dies sei enttäuschend, kritisierte die Gewerkschaft.
NGG rechnet mit Herausforderungen für Logistiknetzwerk
Während aus Unternehmenskreisen verlautete, man rechne nicht mit spürbaren Auswirkungen, erwartet NGG-Verhandlungsführer Philipp Thom Herausforderungen für das Logistiknetzwerk. „Zu dieser Jahreszeit haben die Kollegen viel zu tun. Getränke sind gerade besonders gefragt.“ Das sagte Thom der Deutschen Presse-Agentur. Mit großflächigen Lieferengpässen rechnet er aber nicht. „Wenn Artikel heute schon ausverkauft sind, werden sie morgen aber sicher nicht aufgefüllt werden“, erklärte der Gewerkschafter. In Nordrhein-Westfalen könnten die Auswirkungen der Streiks stärker sein als in Nord- und Ostdeutschland.
Trinks beliefert nach Angaben der NGG hauptsächlich die Rewe-Gruppe, die 50 Prozent der Anteile an dem Getränkelogistiker hält. Die andere Hälfte teilen sich die Bitburger Braugruppe, die Krombacher Brauerei und die Warsteiner Brauerei.
