Aldi Nord Harddiscounter übernimmt Mineralbrunnen

Spekuliert wurde in der Branche schon länger, jetzt ist es amtlich: Aldi Nord wird zwei Standorte der Altmühltaler Mineralbrunnen Gruppe übernehmen, wie Florian Scholbeck, Managing Director Communications Aldi Einkauf gegenüber LP.compact bestätigt.

Mittwoch, 09. November 2022 - Handel
Tobias Dünnebacke
Artikelbild Harddiscounter übernimmt Mineralbrunnen
Bildquelle: Aldi Nord

Der Discount-Riese habe demnach diese Woche die Kaufverträge für die Standorte in Treuchtlingen (Bayern) und Breuna (Hessen) unterzeichnet. Der Schritt ist deshalb bemerkenswert, da Aldi noch nie in seiner Geschichte einen Produktionsbetrieb gekauft hat und außer bei Kaffee auf externe Produzenten setzt.

Altmühltaler (ehemals Schäff Gruppe) gehört neben der MEG und Hansa-Heemann zu den größten Getränkeherstellern in Deutschland. Spekulationen über den Verkauf von Produktionsbetrieben von Altmühltaler kamen auf, nachdem die Gruppe Kontingente bei der Edeka verloren hatte. Ein drittes Schäff-Werk in Baruth (Brandenburg) wurde zu jeweils gleichen Teilen an Red Bull sowie dessen Abfüllpartner Rauch veräußert.

Aldi Nord will als neuer Eigentümer laut eigener Aussage in die Standorte weiter investieren und die Produktion und Abfüllung von Mineralwasser und anderen Getränken ausbauen. „Die Altmühltaler Mineralbrunnen Gruppe ist seit vielen Jahren einer unserer wichtigsten Lieferanten für Mineralwasser und Erfrischungsgetränke. Entsprechend hat uns das Angebot des familiengeführten Unternehmens in einem insgesamt engen Markt überzeugt”, so Jürgen Schwall, Chief Purchasing Officer der Unternehmensgruppe Aldi Nord.

„Der Erwerb der Unternehmen mit Produktionsstandorten in Treuchtlingen und Breuna gibt uns die Möglichkeit, Produktionskapazitäten für eines der wichtigsten Lebensmittel langfristig in Deutschland aufrechtzuerhalten. Damit können wir unseren Kunden auch künftig hochwertige Mineralwässer zu bestmöglichen Preisen anbieten“, so Schwall weiter. Mit der Fortführung des Geschäfts der beiden Standorte in Treuchtlingen und Breuna werden auch die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Verwaltung und Produktion gesichert werden. Der Vollzug steht noch unter dem üblichen Vorbehalt der Freigabe durch das Bundeskartellamt und soll Anfang nächsten Jahres stattfinden. Über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart.

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