Die Schörghuber Gruppe hat 2025 einen Gesamtumsatz von 1,79 Milliarden Euro erwirtschaftet. 2024 waren es noch 1,72 Milliarden Euro. „Dass wir trotz der anspruchsvollen Rahmenbedingungen wachsen, zeigt die Stärke und Substanz unseres Unternehmens – und bestätigt uns darin, auch in den kommenden Jahren konsequent in die Zukunft zu investieren.“ Das sagt CEO Florian Schörghuber. „Wir denken langfristig. Genau deshalb investieren wir auch dann, wenn andere bremsen“ , so Schörghuber weiter. Mit 210,7 Millionen Euro lag das Investitionsvolumen 2025 annähernd auf dem hohen Niveau von 2024 (217,5 Millionen Euro).
Paulaner Brauerei Gruppe mit leichtem Plus
Das Ebitda 2025 betrug 331,7 Millionen Euro, ein Plus von 1,9 Prozent ohne die Sondereffekte des Jahres 2024 (325,5 Millionen Euro). Mit einer Bilanzsumme von 4,88 Milliarden Euro lag das Unternehmen auf dem Niveau des Vorjahres (4,91 Milliarden Euro). Erwirtschaftet wurde sie von 6.744 Mitarbeiter, knapp 100 mehr als 2024. Die Eigenkapitalquote blieb mit 47,4 Prozent auf hohem Niveau stabil (2024: 48,7 Prozent).
Die Schörghuber Gruppe ist in den fünf Geschäftsfeldern Development, Real Estate, Getränke, Hotel sowie Seafood tätig. Sie sieht sich mit dieser breiten Aufstellung gut gegen Risiken einzelner Branchen gewappnet. Der strategischen Ausrichtung entsprechend, speist sich das Umsatzwachstum nach Unternehmensangaben zunehmend aus dem internationalen Geschäft.
Größter Wachstumstreiber im Geschäftsjahr 2025 war erneut die Paulaner Brauerei Gruppe, die als Joint Venture mit Heineken geführt wird. Trotz eines sowohl in Deutschland als auch global rückläufigen Biermarktes steigerte die in über 80 internationalen Märkten aktive Brauereigruppe ihren Umsatz um rund 7 Prozent. Das gilt im In- und im Ausland sowie über alle Kategorien, Bier wie Carbonated Soft Drinks, hinweg.
Auch Seafood-Bereich erfolgreich
Vor allem das Auslandsgeschäft wuchs um 9 Prozent, getragen von Absatzzuwächsen in China (plus 23,8 Prozent), Italien (plus 8 Prozent) und Spanien (plus 6 Prozent). Für 2026 plant Paulaner den 1|3. Markteintritt ihres wachstumsstärksten Produktes Paulaner Spezi in Italien, Frankreich, Spanien und der Schweiz.
Auch der Bereich Seafood trug maßgeblich zum internationalen Erfolg bei: Die chilenische Lachszucht Ventisqueros steigerte ihren Umsatz um rund 9 Prozent, vor allem durch ein starkes Wachstum im wichtigsten Exportmarkt USA, wo der Umsatz um 30 Prozent auf rund 122 Millionen US-Dollar (zum 31. Dezember 2025: 104 Millionen Euro) zulegte. Belastend wirkten sich die Mehraufwendungen infolge der US-Zollpolitik aus, die das Ergebnis der gesamten Schörghuber Gruppe im zweistelligen Millionenbereich beeinträchtigten.
Strategischer Meilenstein in London
Einen strategischen Meilenstein setzte die Bayerische Hausbau Real Estate mit dem 2025 eingeleiteten und Anfang 2026 abgeschlossenen Erwerb eines Gewerbeobjekts in London – dem erstmaligen Markteintritt in einen der wichtigsten europäischen Finanz- und Handelsstandorte.
Die Arabella Hospitality konnte ihren Umsatz auf Vorjahresniveau halten, trotz Hotelabgängen im Portfolio. Zurückhaltender entwickelten sich angesichts der anhaltend schwierigen Marktgegebenheiten im vergangenen Jahr die Aktivitäten der Bayerischen Hausbau Development. Der Bereich war sowohl im Umsatz als auch im Ertrag rückläufig.
Schörghuber: Wir stehen als Partner bereit
Ungeachtet der erfolgreichen Expansionen bleibt der deutsche Heimatmarkt der Fokus der Aktivitäten der Schörghuber Gruppe und damit auch der Markt, in dem die Gruppe am stärksten investiert. Dazu, so Florian Schörghuber, brauche es jedoch eine Aufbruchsstimmung in Deutschland – und einen Schulterschluss zwischen Politik und Wirtschaft.
Schörghuber wörtlich: „Wir glauben unverändert an die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Sonst würden wir hier nicht weiter investieren. Als familiengeführtes mittelständisches Unternehmen werden wir unseren Beitrag leisten, dass Deutschland wieder ein Land wird für Macherinnen und Macher, ein Land, in dem Menschen mit Mut und Ideen Zukunft gestalten. Wir wollen Teil eines ökonomischen Next Germany sein. Die Rahmenbedingungen muss die Politik liefern. Wir stehen als Partner bereit.“