Die Paulaner Brauerei Gruppe hat ihren Getränkeabsatz im Jahr 2025 um 13,8 Prozent auf 7,9 Millionen Hektoliter gesteigert. Im Vorjahr hatte der Absatz noch bei 6,9 Millionen Hektolitern gelegen, wie das Unternehmen mitteilte. Die Zahlen beziehen sich auf die Paulaner Brauerei Gruppe ohne die Mehrheitsbeteiligung an der Kulmbacher Brauerei.
Wachstum entgegen dem Branchentrend
Das Wachstum gelang der Brauereigruppe entgegen dem Branchentrend. Während der Bierabsatz in Deutschland im vergangenen Jahr um 6 Prozent sank, legte die Paulaner Brauerei Gruppe nach eigenen Angaben um 4,7 Prozent zu. Konkrete Angaben zur Gewinn- oder Umsatzentwicklung machte das Unternehmen nicht. Die Brauereigruppe gehört mehrheitlich zur Münchner Schörghuber Gruppe und wird in einem Joint Venture mit der Brauerei Heineken geführt.
Absatzplus von 14,3 Prozent bei Hellbier
Besonders stark wuchs das Paulaner Münchner Hell mit einem Absatzplus von 14,3 Prozent. Zusammen mit dem Mönchshof Hell der Kulmbacher Gruppe ist die Paulaner Brauerei Gruppe nach eigenen Angaben Marktführer im deutschen Hellbiermarkt.
Das Paulaner Weißbier konnte zusammen mit seinen alkoholfreien Varianten ein Absatzplus von 1,5 Prozent verbuchen, während der deutsche Gesamtmarkt für Weißbier einen Rückgang von 6,3 Prozent hinnehmen musste. Die Marktführerschaft im Weißbiersegment baute Paulaner den Angaben zufolge auf 21,2 Prozent aus.
Paulaner Spezi expandiert ins Ausland
Die Erfrischungsgetränke mit dem Paulaner Spezi machen inzwischen ein Drittel des produzierten Gesamtabsatzes der Gruppe aus. In den vergangenen zehn Jahren hat Paulaner Spezi seinen Absatz verzehnfacht und ist nach eigenen Angaben Marktführer im Cola Mix-Segment in Deutschland. Die neu eingeführten Limonaden in den Geschmacksrichtungen Orange und Zitrone wuchsen beim Absatz um über 200 Prozent. Ab März will die Brauereigruppe eine neue Paulaner Cola auf den Markt bringen. Für 2026 plant das Unternehmen den Markteintritt von Paulaner Spezi in Italien, Frankreich, Spanien und der Schweiz.
China als Exportmarkt am stärksten gewachsen
Im Exportgeschäft steigerte die Paulaner Brauerei Gruppe ihren Absatz ebenfalls. Der am stärksten gewachsene Exportmarkt war China mit einem Plus von 23,8 Prozent, gefolgt von Italien mit 8 Prozent und Spanien mit 7,3 Prozent. Das Exportgeschäft macht 36 Prozent des gesamten Bierabsatzes der Gruppe aus. Fast die Hälfte des unter der Marke Paulaner gebrauten Bieres wird außerhalb Deutschlands verkauft. „Die Nachfrage am Markt verändert sich ständig – immer mehr Konsumenten suchen nach alkoholfreien Alternativen. Unsere CSD-Range ist deshalb ein strategisch besonders wichtiges Wachstumsfeld“, so Jörg Biebernick, den Chef der Paulaner Brauerei Gruppe. CSD steht für kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke.
Die Schörghuber Gruppe hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren jährlich rund 200 Millionen Euro in Deutschland investiert. Das Familienunternehmen wurde 1954 gegründet und wird in dritter Generation geführt. Weltweit sind rund 6.600 Mitarbeiter für die Schörghuber Gruppe tätig.