Gewürzhersteller Fuchs verzeichnet Umsatzrückgang auf 637 Millionen Euro

Der Gewürzhersteller Fuchs erlitt im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatzrückgang von 3,6 Prozent auf 637 Millionen Euro. Das Unternehmen führt dies auf geplante Einmaleffekte zurück. Gleichzeitig gewann das Retailgeschäft an Bedeutung und machte 55 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Montag, 04. Mai 2026, 11:12 Uhr
Manuel Glasfort
Zu den Marken der Fuchs-Gruppe gehört Ostmann. Hier hat das Unternehmen das Angebot trendiger Mischungen ausgebaut. Bildquelle: Fuchs Gewürze

Der Gewürzhersteller Fuchs verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatzrückgang. Der Umsatz sank um rund 3,6 Prozent auf 637 Millionen Euro, wie das Unternehmen mit Sitz in Dissen bei Osnabrück mitteilte. Als Grund nannte Fuchs geplante Einmaleffekte. Im Vorjahr hatte der Konzern noch einen Umsatz von 660,9 Millionen Euro erwirtschaftet.

Dieses Mal keine Angaben zum Industriegeschäft

Das Retailgeschäft gewann den Angaben zufolge an Bedeutung und machte 55 Prozent des gruppenweiten Umsatzes aus. Im Vorjahr hatte der Anteil noch bei 52 Prozent gelegen. Zum Industriegeschäft mit Lebensmittelherstellern nannte Fuchs in diesem Jahr keine konkreten Zahlen. Im Vorjahr hatte das Industriegeschäft noch einen Umsatzanteil von 45,3 Prozent ausgemacht. Damals hatten sich die Standorte in Brasilien und in den USA als besonders wachstumsstark gezeigt. Auch die Gesellschaft in China hatte sich positiv entwickelt. Von Fuchs hieß es in diesem Jahr, das Industriegeschäft bleibe „eine tragende Säule des Unternehmenserfolgs“.

Hälfte des Umsatzes im Inland erreicht

Das internationale Geschäft blieb mit einem Umsatzanteil von 51 Prozent eine wichtige Säule. Der Heimatmarkt Deutschland ist mit 49 Prozent des Gesamtumsatzes weiterhin der wichtigste Einzelmarkt für Fuchs.

Die nationalen Marken des Unternehmens entwickelten sich nach eigenen Angaben stabil und im Gleichschritt mit dem Markenmarkt. Nach einem starken Vorjahr lag der Fokus 2025 auf der strategischen Weiterentwicklung des Sortiments sowie der zunehmenden Differenzierung der Marken Ostmann und Fuchs. Das Unternehmen führte 76 Neuprodukte ein.

Bei Fuchs lag der Fokus auf neuen Produktkategorien wie beispielsweise Fonds und Mischungen für Pesto, bei Ostmann wurde das Angebot trendiger Mischungen weiter ausgebaut. „Mit unserer klaren strategischen Ausrichtung und starken Marken sehen wir uns gut positioniert, um auch weiterhin langfristig zu wachsen“, sagte Vorstandschef Nils Meyer-Pries. 

Fuchs wandelt Muttergesellschaft in Europäische Aktiengesellschaft um

Fuchs wandelte im Berichtsjahr die Muttergesellschaft in eine Europäische Aktiengesellschaft um. Die Gesellschafterstruktur blieb unverändert. Die gemeinnützige Dieter Fuchs Stiftung hält weiterhin 90 Prozent der Anteile. D

as Unternehmen investierte durchschnittlich rund 20 Millionen Euro über die vergangenen drei Jahre. Ein Schwerpunkt lag auf der Modernisierung der ERP-Landschaft in Deutschland, den USA und Großbritannien. Fuchs verpflichtete sich außerdem den Science Based Targets und ließ die Klimaziele im Oktober 2025 validieren.

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