Erpressungsfall Vergiftetes Hipp-Gläschen enthielt 15 Mikrogramm Rattengift

Im Erpressungsfall um den Babykosthersteller Hipp haben Ermittler die Giftmenge in einem der manipulierten Gläschen bestimmt. Eine toxikologische Untersuchung soll nun klären, wie gefährlich die Dosis für Kleinkinder ist. Insgesamt fand die Polizei in drei Ländern fünf vergiftete Gläser – ein weiteres wird noch gesucht.

Freitag, 24. April 2026, 12:04 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Gift in Babynahrung: Nun steht die Menge in einem der Gläschen von Hipp fest. Bildquelle: Getty Images

Im Erpressungsfall um den Babykosthersteller Hipp steht nun die Giftmenge in einem der manipulierten Gläschen fest: Das in Österreich sichergestellte Gläschen enthielt 15 Mikrogramm Rattengift, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Welche Auswirkungen diese Menge auf Babys oder Kleinkinder haben kann, soll eine toxikologische Untersuchung in den kommenden Tagen klären.

Die ermittelte Giftmenge beziehe sich ausschließlich auf den Fund in Österreich und lasse keine Rückschlüsse auf den Gift-Gehalt der in Tschechien und der Slowakei entdeckten Gläschen zu, betonte die Sprecherin. Ein Unbekannter versucht, den Babykosthersteller mit Sitz im oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm mit vergifteter Babynahrung zu erpressen.

Insgesamt entdeckte die Polizei in Österreich, Tschechien und der Slowakei fünf manipulierte Babynahrungsgläser mit Rattengift. Ein weiteres Glas wird den Angaben zufolge noch im österreichischen Burgenland gesucht. Das deutsche Sortiment von Hipp ist nach Angaben des Unternehmens nicht betroffen.

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