In Deutschland schrumpft der Spargelanbau weiter. Im vergangenen Jahr ernteten die Betriebe hierzulande 103.900 Tonnen Spargel – 3,9 Prozent weniger als 2024. Im Vergleich zum Jahr 2015 sank die Erntemenge sogar um 8,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Auch die Anbaufläche ging zurück: 2025 bauten die Betriebe bundesweit nur noch auf 22.500 Hektar Spargel an, nach 25.700 Hektar im Jahr 2015. Die größten Anbaugebiete liegen den Angaben zufolge in Niedersachsen (4.300 Hektar), Nordrhein-Westfalen (4.100 Hektar) und Brandenburg (4.000 Hektar). Die Zahl der Spargelbetriebe schrumpfte innerhalb von zehn Jahren um fast ein Drittel – von 1.900 im Jahr 2015 auf 1.350 im Jahr 2025. Vor allem kleinere Betriebe gaben den Anbau auf.
Für den Lebensmittelhandel bedeutet das: Immer mehr Spargel kommt aus dem Ausland. Im vergangenen Jahr importierte Deutschland laut dem Statistischen Bundesamt 24.500 Tonnen Spargel, ein Plus von 6,4 Prozent gegenüber 2024. Hauptlieferant ist Spanien, daneben spielen Mexiko und Griechenland eine bedeutende Rolle.
Der Großteil der Importe fällt den Statistikern zufolge in die heimische Saison zwischen Ende April und dem 24. Juni. Damit konkurriert der ausländische Spargel direkt mit der deutschen Ware im Handel. Mancherorts hat die diesjährige Ernte bereits begonnen.
