Zahlen vom BZL Eierverbrauch steigt, Marktlage bleibt angespannt

Nach vorläufigen Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) stieg der Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern 2025 leicht auf 252 Stück. Seit 2022 steigt der Verbrauch kontinuierlich. Das BLZ bezeichnet die derzeitige Marktlage auch mit Blick auf den Lebensmitteleinzelhandel als angespannt.

Mittwoch, 11. März 2026, 10:37 Uhr
Thomas Klaus
Versorgung zu Ostern gesichert: Aber die Marktlage bei Eiern ist angespannt. Bildquelle: Getty Images

Die Verbraucher in Deutschland finden immer mehr Geschmack an Eiern. Nach vorläufigen Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft stieg der Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern 2025 auf 252 Stück. Seit 2022 nimmt der Verbrauch kontinuierlich zu. Damals lag er bei 234 Eiern pro Person, im Jahr 2024 bei 248.

Eier-Versorgung zu Ostern sicher

Während die Legehennenbestände leicht sanken, legte jedes Huhn im Durchschnitt 299 und damit vier Eier mehr als im Vorjahr. Die Erzeugung von Konsumeiern im Inland erhöhte sich von 15,2 auf knapp 15,3 Milliarden Stück leicht. Trotz schwieriger Marktlage wegen erhöhter Nachfrage einerseits und Geflügelkrankheiten sowie Abbau der Kleingruppenhaltung andererseits schätzt das BZL die Versorgung mit Eiern zu Ostern als sicher ein. 

Allerdings sei die Marktlage durchaus schwierig, so BLZ-Leiter Josef Goos: „Auf der einen Seite haben wir eine erneut gestiegene Nachfrage nach Eiern. Auf der anderen Seite sehen wir sinkende Tierbestände aufgrund von Vogelgrippe oder der neu aufgetretenen Krankheit Newcastle Disease sowie des Rückbaus der Kleingruppenhaltung. Das macht die Lage auf dem Eiermarkt derzeit angespannt.“

Geringerer Bestand an Legehennen

Der Nahrungsverbrauch an Eiern wuchs laut der neuen Versorgungsbilanz des BZL im Jahr 2025 auf 21 Milliarden Eier an (2024: 20,7 Milliarden), inklusive verarbeiteter Eier. „Eier stellen eine kostengünstige Quelle für hochwertiges Eiweiß dar“, erklärt Josef Goos. Außerdem könnten Ernährungsformen wie vegetarische Ernährung oder „Low Carb“ ein Grund für den steigenden Eierverbrauch sein.

Der Bestand an Legehennen war 2025 mit 51,1 Millionen um 400.000 Tiere niedriger als 2024. Darin enthalten ist eine vom BZL hinzu geschätzte Anzahl an Legehennen in Kleinbeständen mit weniger als 3.000 Haltungsplätzen. Neben dem ab 2026 gesetzlich vorgeschriebenen Rückbau der Kleingruppenhaltungen könnten auch Tierverluste durch Krankheiten ein Grund für die geringeren Bestände sein.

Legeleistung der Tiere stieg

Die Legeleistung der Tiere stieg hingegen an: von 295 Eiern je Henne und Jahr auf nunmehr 299 Eier je Henne. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 15,3 Milliarden Konsumeier erzeugt (Vorjahr: 15,2 Milliarden). Damit wurde der Inlandsbedarf zu 72 Prozent aus heimischer Ware gedeckt (-1 Prozentpunkt im Vergleich zu 2024) und der Selbstversorgungsgrad sank das vierte Jahr in Folge. Somit muss Deutschland mehr als ein Viertel seines Bedarfs an Eiern importieren.

Die Importe von Schaleneiern sanken aufgrund der angespannten Marktlage um 1,3 Prozent. Die Einfuhr von Eiprodukten (Vollei, Eigelb und Eiweiß, flüssig, getrocknet, gefroren) hingegen stieg um sechs Prozent. Insgesamt ergibt sich damit ein knappes Einfuhrplus von 0,8 Prozent.

Importware meist aus den Niederlanden

Von den importierten Schaleneiern stammten 69 Prozent aus den Niederlanden, gefolgt von Polen (knapp 16 Prozent) und Belgien (rund 3,4 Prozent). Faktoren wie sinkende Legehennenbestände in den Niederlanden und die Auswirkungen der Vogelgrippe, unter anderem in Polen, erschwerten den Import 2025.

Aufgrund des hohen Inlandsbedarfs nahmen die Ausfuhren von Schaleneiern um zwölf Prozent ab, die von Eiprodukten um vier Prozent. Hauptabnehmerländer waren die Niederlande, Belgien und Italien.

 

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