Die König-Brauerei baut ein neues Sudhaus, das nach eigenen Angaben eines der nachhaltigsten der Welt werden soll. Das Unternehmen will damit die Energieeffizienz deutlich steigern und natürliche Ressourcen schonen. Die neue Anlage soll 2027 in Betrieb gehen, teilte das Unternehmen mit. Partner bei dem Projekt ist die Firma Ziemann Holvrieka, die das Sudhaus konzipiert und baut.
Den Angaben zufolge reduziert sich der Energieeinsatz im Sudhaus durch die neue Technologie um rund 40 Prozent im Vergleich zur bisherigen Anlage. Zum Kochen der sogenannten Würze muss deutlich weniger Wasser verdampft werden als bisher, wodurch der Energiebedarf sinkt. Gleichzeitig verringert sich der Wasserverbrauch in der Brauerei um mehr als 20 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte.
„Der Neubau unseres Sudhauses ist der nächste wichtige Schritt im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit des Standorts Duisburg und ein weiterer Meilenstein im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie“, zitierte die Bitburger-Braugruppe den Geschäftsführer der König-Brauerei, Guido Christiani, in der Mitteilung. „Wir wollen König Pilsener weiterhin auf dem höchstmöglichen Qualitätsniveau brauen – und das so effizient und nachhaltig wie möglich.“
König-Brauerei ersetzt fast 50 Jahre alte Sudwerke
Die neue Anlage ersetzt die fast 50 Jahre alten Sudwerke. Nach Angaben des Unternehmens wird die König-Brauerei in Kombination mit ihrem bestehenden, zertifizierten Energiemanagementsystem international betrachtet eines der effizientesten und umweltfreundlichsten Sudhäuser betreiben.
Der Neubau reiht sich ein in eine Reihe von Investitionen der König-Brauerei in den vergangenen Jahren. Vor fünf Jahren baute das Unternehmen einen neuen Drucktankkeller, 2022 erneuerte es die Dosenabfüllanlage zu großen Teilen. Vor zwei Jahren nahm die Brauerei eine Energieversorgung in Betrieb, die durch Nutzung emissionsfreier Abwärme den jährlichen Kohlendioxid-Ausstoß um bis zu 75 Prozent verringert. Die König-Brauerei braut nach eigenen Angaben seit 2020 klimaneutral und kompensiert nur unvermeidbare Emissionen durch zertifizierte Maßnahmen.
