Konsumgüterindustrie Henkel steigert Profitabilität trotz Gegenwind

Der Konsumgüterkonzern Henkel hat 2025 seine Profitabilität verbessert. Gleichzeitig zeigen die Zahlen aber auch: Das Wachstum bleibt schwach, und Wechselkurse sowie Portfolioveränderungen drücken auf den Umsatz. Für 2026 erwartet Henkel moderates Wachstum. 

Mittwoch, 11. März 2026, 09:50 Uhr
Manuel Glasfort
Der Düsseldorfer Konzern Henkel ist bei Endverbrauchern vor allem für Marken wie Persil und Pril bekannt. Bildquelle: Henkel

Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel hat im Geschäftsjahr 2025 seine Profitabilität weiter verbessert. In einem von geopolitischen Spannungen und schwacher Nachfrage geprägten Umfeld setzte der Hersteller hinter Marken wie Persil, Pril und Somat auf Effizienzsteigerungen, Portfolioanpassungen und Innovationen.

Der Konzernumsatz lag 2025 bei rund 20,5 Milliarden Euro und damit nominal 5,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hauptgrund waren negative Wechselkurseffekte sowie Portfolioveränderungen, etwa der Verkauf des Handelsmarkengeschäfts in Nordamerika. Organisch – also bereinigt um Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe – wuchs der Umsatz dennoch um 0,9 Prozent.

Adhesive Technologies bleibt wichtiger Geschäftsbereich

Beim Ergebnis zeigte sich ein ähnliches Bild: Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 3,0 Milliarden Euro und damit leicht unter dem Vorjahr. Die bereinigte EBIT-Marge stieg um 0,5 Prozentpunkte auf 14,8 Prozent. Damit konnte Henkel trotz des schwächeren Umsatzes seine Ertragskraft erhöhen.

Der Industriebereich Adhesive Technologies blieb 2025 der größere Geschäftsbereich. Er umfasst Klebstoffe und industrielle Lösungen für Branchen wie Automobil, Elektronik oder Bau. Der Umsatz erreichte 10,7 Milliarden Euro. Organisch wuchs das Geschäft um 1,5 Prozent, getragen vor allem von Anwendungen in Mobilität und Elektronik. Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 16,7 Prozent und damit weiterhin auf hohem Niveau.

Stärkerer Fokus auf margenstarke Marken

Der Konsumgüterbereich Consumer Brands – zu dem unter anderem Wasch- und Reinigungsmittel sowie Haarpflegeprodukte gehören – setzte rund 9,7 Milliarden Euro um. Organisch wuchs das Geschäft um 0,3 Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich deutlich auf 14,5 Prozent. Hintergrund ist vor allem der Abschluss der Integration der früher getrennten Konsumgüterbereiche sowie ein stärkerer Fokus auf margenstarke Marken.

Regional blieb die Entwicklung uneinheitlich. Die Nachfrage in wichtigen Industriebereichen stabilisierte sich im Jahresverlauf leicht, während die Konsumstimmung in vielen Märkten gedämpft blieb. Zudem belasteten Wechselkurseffekte die Umsatzzahlen. Trotz dieser Rahmenbedingungen gelang Henkel in beiden Geschäftsbereichen ein organisches Wachstum. 

Für 2026 erwartet Henkel wieder moderates Wachstum. Das Unternehmen rechnet mit einem organischen Umsatzanstieg von 1 bis 3 Prozent und einer bereinigten EBIT-Marge zwischen 14,5 und 16 Prozent. Damit soll der Kurs der vergangenen Jahre – Wachstum bei steigender Profitabilität – fortgesetzt werden.

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