Erntebilanz für Gemüse Speisezwiebeln verdrängen Möhren von der Spitze

Deutsche Landwirte ernteten 2025 so viel Gemüse wie nie zuvor seit 1990. Die Erntemenge stieg auf 4,5 Millionen Tonnen. Speisezwiebeln lösten erstmals Möhren als meistgeerntetes Gemüse ab.

Donnerstag, 26. Februar 2026, 13:51 Uhr
Manuel Glasfort
Beliebtes Gemüse: Speisezwiebeln führen 2025 die Erntestatistik an, noch vor Möhren. Bildquelle: Getty Images

Die Gemüseernte in Deutschland hat im Jahr 2025 einen neuen Rekordwert erreicht. Die landwirtschaftlichen Betriebe ernteten insgesamt 4,5 Millionen Tonnen Gemüse, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das waren 8,1 Prozent mehr als im Vorjahr und 13,2 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024. Die Erntemenge lag damit auf dem höchsten Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1990.

Die insgesamt 5960 Gemüse erzeugenden Betriebe weiteten die Anbauflächen für Gemüse gegenüber 2024 um 3,9 Prozent auf 131.700 Hektar aus, wie das Bundesamt weiter mitteilte. Das waren 3,6 Prozent mehr als im mehrjährigen Mittel. Insgesamt bauten die Betriebe im Jahr 2025 Gemüse auf rund 130.400 Hektar im Freiland an. Die größten Anbauflächen im Freiland bewirtschafteten die Betriebe mit 28.600 Hektar in Nordrhein-Westfalen, darauf folgten Niedersachsen mit 26.500 Hektar, Bayern mit 17.500 Hektar und Rheinland-Pfalz mit 16.000 Hektar.

Speisezwiebeln waren mit rund 903.300 Tonnen im Jahr 2025 erstmals seit 1990 die Gemüseart mit der größten Erntemenge in Deutschland, wie das Bundesamt mitteilte. Die Erntemenge stieg gegenüber 2024 um 21,4 Prozent. Die Gemüseart mit der nun nur noch zweitgrößten Erntemenge waren Möhren beziehungsweise Karotten mit 865.700 Tonnen, ein Plus von 1,8 Prozent. Darauf folgten Weißkohl mit 507.500 Tonnen und Einlegegurken mit 197.600 Tonnen. Mit der größten Anbaufläche seit 1990 lagen Speisezwiebeln 2025 mit 19.770 Hektar im Freiland ebenfalls an erster Stelle, gefolgt von Spargel mit 19.220 Hektar ertragsfähiger Fläche und Karotten mit 14.190 Hektar.

Ökobetriebe steigern Anbaufläche um 6,4 Prozent

Ökologisch wirtschaftende Betriebe erzeugten 2025 auf rund 20.600 Hektar insgesamt 597.000 Tonnen Gemüse. Das entspricht 15,6 Prozent der gesamten Gemüseanbaufläche und 13,2 Prozent der gesamten Erntemenge. Gegenüber 2024 stieg die ökologisch bewirtschaftete Anbaufläche um 6,4 Prozent und die zugehörige Erntemenge um 12,6 Prozent.

Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024 zeigte sich eine Steigerung bei der ökologischen Anbaufläche für Gemüse um 17,3 Prozent und bei der Erntemenge um 33,7 Prozent. Die größte Anbaufläche im ökologischen Gemüseanbau entfiel auch 2025 auf Karotten mit 3340 Hektar, gefolgt von Speisekürbissen mit 2200 Hektar und Speisezwiebeln mit 2150 Hektar.

Der Anbau von Gemüse unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen, zum Beispiel in Gewächshäusern oder unter hohen Folienabdeckungen, stieg 2025 mit 1250 Hektar nur leicht gegenüber dem Vorjahr. Die Erntemenge nahm um 4,3 Prozent auf 219.200 Tonnen zu. Die größte Erntemenge im geschützten Anbau entfiel mit 108.600 Tonnen auf Tomaten, gefolgt von Salatgurken mit 66.700 Tonnen und Paprika mit 18.500 Tonnen. Unter hohen Schutzabdeckungen lag der Anteil der ökologischen Gemüseanbaufläche mit 24 Prozent etwa acht Prozentpunkte höher als im Freiland.

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