Landwirtschaft in Deutschland Strauchbeerenernte steigt um fast ein Viertel

Deutsche Betriebe ernteten 2025 rund 45.700 Tonnen Strauchbeeren – 23,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erntemenge übertraf erstmals den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2021. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. 

Dienstag, 10. Februar 2026, 09:58 Uhr
Thomas Klaus
Gesund und geschmackvoll: Die Heidelbeere bleibt die bedeutendste Strauchbeere in Deutschland. Bildquelle: Getty Images

Die Strauchbeerenernte in Deutschland ist im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Auf einer Anbaufläche von rund 9.000 Hektar ernteten die Betriebe rund 45.700 Tonnen Strauchbeeren, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Erntemenge legte damit um 23,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Die Anbaufläche sank hingegen um 2,0 Prozent.

Günstigere Witterungsbedingungen als eine Ursache

Den Angaben zufolge waren günstigere Witterungsbedingungen eine Ursache für den deutlichen Anstieg der Erntemenge. Das Jahr 2024 war durch Spätfröste und Trockenheit geprägt gewesen. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre nahm die gesamte Strauchbeerenernte 2025 um 13,3 Prozent zu. Damit übertraf die Erntemenge die bisher größte Menge von 45.600 Tonnen aus dem Jahr 2021, seit Beginn der Erhebung im Jahr 2012.

Kulturheidelbeere bedeutendste Strauchbeerenart

Die Kulturheidelbeere war mit einer Anbaufläche von 3.450 Hektar auch 2025 die bedeutendste Strauchbeerenart in Deutschland. Ihr Anbau umfasste rund 38 Prozent der gesamten Strauchbeerenfläche und -erntemenge. Die Betriebe ernteten 17.300 Tonnen Kulturheidelbeeren, 14,4 Prozent mehr als 2024. Die Anbaufläche sank gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent.

Die Strauchbeerenarten mit den größten Erntemengen nach Kulturheidelbeeren waren Rote und Weiße Johannisbeeren mit 9.300 Tonnen, Himbeeren mit 6.200 Tonnen und Schwarze Johannisbeeren mit 5.900 Tonnen. Während die Ernte von Roten und Weißen Johannisbeeren um 37,3 Prozent gegenüber 2024 zulegte und die von Schwarzen Johannisbeeren um 107,4 Prozent stieg, sank die Himbeerernte um 11,1 Prozent.

Betriebe bauen geschützte Anbauflächen aus

Die Anbauflächen in Gewächshäusern und anderen hohen begehbaren Schutzabdeckungen weiteten die Betriebe 2025 um 2,6 Prozent auf 590 Hektar aus. Die Erntemenge sank jedoch um 2,8 Prozent auf knapp 6.500 Tonnen. Der Anbau unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen wird vorwiegend für Himbeeren genutzt, die 2025 mit 77,4 Prozent den größten Anteil an den geschützten Anbauflächen einnahmen. Die geschützte Anbaufläche für Himbeeren blieb mit 450 Hektar gegenüber dem Vorjahr annähernd konstant.

43 Prozent höhere Erntemenge bei Öko-Anbau

Knapp ein Drittel der gesamten Anbaufläche für Strauchbeeren bewirtschafteten Betriebe mit vollständig ökologischer Erzeugung. Dies entsprach 2.900 Hektar oder 32,2 Prozent. Dabei ernteten die Betriebe rund 6.000 Tonnen Strauchbeeren, die einen Anteil von 13,0 Prozent der gesamten Strauchbeerenernte ausmachten. Die ökologische Anbaufläche ging gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent leicht zurück, während die Erntemenge gegenüber dem schwachen Erntejahr 2024 um 43,5 Prozent stieg.

Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre nahm die ökologische Strauchbeerenernte um 25,4 Prozent zu. Die bedeutendste Kulturart im ökologischen Strauchbeerenanbau war die Aroniabeere mit 870 Hektar, gefolgt von der Kulturheidelbeere mit 590 Hektar und Sanddorn mit 480 Hektar. Mit gut 1.800 Tonnen entfiel die größte ökologische Erntemenge auf Kulturheidelbeeren, gefolgt von Aroniabeeren mit gut 1.500 Tonnen.

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