Deutsche Gründerszene Zahl der Start-up-Neugründungen erreicht Rekordhoch

In Deutschland wurden 2025 insgesamt 3.568 Start-ups gegründet – 29 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders stark wuchs Bayern mit einem Plus von 46 Prozent. Jedes vierte neue Start-up nutzt Künstliche Intelligenz als wichtigen Bestandteil seines Geschäftsmodells.

Donnerstag, 08. Januar 2026, 14:25 Uhr
Theresa Kalmer
2025 war ein Rekordjahr für Start-up-Neugründungen in Deutschland. Bildquelle: Getty Images

Die Zahl der Start-up-Neugründungen in Deutschland ist im Jahr 2025 auf einen neuen Höchststand gestiegen. Mit 3.568 neu gegründeten Start-ups lag die Zahl um 29 Prozent über dem Vorjahr und übertraf auch das bisherige Rekordjahr 2021. Dies geht aus der Report-Reihe „Next Generation – Start-up-Neugründungen in Deutschland“ hervor, die der Startup-Verband gemeinsam mit Startupdetector halbjährlich veröffentlicht.

Die Entwicklung zeigt sich den Angaben zufolge in fast allen Bundesländern. Besonders stark wuchsen Bayern mit einem Plus von 247 Neugründungen, was einem Anstieg von 46 Prozent entspricht, Nordrhein-Westfalen mit 164 zusätzlichen Gründungen und Sachsen mit 43 neuen Start-ups. Mehr als jedes fünfte neue Start-up wurde in Bayern gegründet. München liegt bei den Gründungen pro Kopf auf dem ersten Platz. Daneben entwickelten sich Düsseldorf sowie forschungsnahe Standorte wie Aachen, Potsdam oder Heidelberg besonders dynamisch.

Der Software-Sektor verzeichnete mit Abstand den größten Anstieg und wuchs von 618 Neugründungen im Jahr 2024 auf 853 im Jahr 2025. Künstliche Intelligenz spielt eine zunehmend wichtige Rolle: 27 Prozent aller neu gegründeten Start-ups nutzen nach Angaben des Startup-Verbands KI als wichtigen Bestandteil ihres Geschäftsmodells. Auch der Food-Sektor wuchs stark und legte um 80 Prozent zu. Der Medizin-Bereich verzeichnete ein Plus von 46 Prozent.

Startup-Verband sieht Schwächen bei der Skalierung

„Über 3.500 Gründungen, ein Drittel mehr als 2024 – das zeigt den Mut und die Dynamik des deutschen Unternehmertums“, zitierte der Startup-Verband seine stellvertretende Vorsitzende Kati Ernst in der Mitteilung. „Start-ups ziehen die deutsche Wirtschaft nach vorn, selbst in einem herausfordernden Umfeld.“ Ernst verwies zugleich auf Schwächen bei der Skalierung von Unternehmen. „Das zeigt sich unter anderem in der Wachstumsfinanzierung“, sagte sie laut der Mitteilung.

Arnas Bräutigam, Mitgründer von Startupdetector, betonte, dass die Gründungsdynamik nicht auf einzelne Hotspots beschränkt sei. „Wir sehen Wachstumsimpulse in sehr vielen Regionen“, zitierte ihn der Startup-Verband. Zur Rolle von Künstlicher Intelligenz sagte er: „Künstliche Intelligenz ist längst kein Nischenthema mehr, sondern prägt die Gründungsdynamik in vielen Bereichen.“

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