Appell an Bundesregierung Verbändebündnis fordert wöchentliche Höchstarbeitszeit

Ein Bündnis aus 29 Verbänden vor allem aus der Lebensmittelwirtschaft appelliert an die Bundesregierung: Sie solle die gesetzlich geregelte tägliche Höchstarbeitszeit durch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit ersetzen und damit ein im Koalitionsvertrag vereinbartes Ziel in die Tat umsetzen.

Freitag, 05. Dezember 2025, 11:49 Uhr
Thomas Klaus
Ein Verbändebündnis fordert, dass die gesetzlich geregelte tägliche Höchstarbeitszeit durch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit ersetzt wird. Bildquelle: Getty Images

29 Verbände insbesondere aus der Lebensmittelwirtschaft haben sich an die Bundesregierung gewandt. Die solle die gesetzlich geregelte tägliche Höchstarbeitszeit durch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit ersetzen. Damit würde eine Vereinbarung aus dem schwarz-roten Koalitionsvertrag umgesetzt. Darin heißt es: „Die Arbeitswelt ist im Wandel. Beschäftigte und Unternehmen wünschen sich mehr Flexibilität. Deshalb wollen wir im Einklang mit der europäischen Arbeitszeitrichtlinie die Möglichkeit einer wöchentlichen anstatt einer täglichen Höchstarbeitszeit schaffen – auch und gerade im Sinne einer 560 besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Die rechtlichen Voraussetzungen, so die Verbände, müssten nun zeitnah geschaffen werden –zumal die europäische Arbeitszeitrichtlinie den notwendigen Rahmen biete, um Flexibilität und Arbeitnehmerschutz miteinander zu vereinen.

Mehr Flexibilität bei Produktionsspitzen erhofft

Die Verbände machen deutlich, dass Unternehmen wie auch Beschäftigte angesichts des Wandels der Arbeitswelt mehr Flexibilität bräuchten und wünschten. Mit der Umstellung auf wöchentliche Höchstarbeitszeiten könnten Unternehmen beispielsweise besser auf Produktionsspitzen oder unvorhersehbare Arbeitsbelastungen reagieren, wird argumentiert. Und Beschäftigte erhielten bei gleichbleibende Stundenzahl unter anderem mehr Zeitautonomie und persönliche Freiräume. Dies fördere maßgeblich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, heißt es. Das deutsche Arbeitszeitgesetz müsse modernisiert werden, fassen die 29 Verbände zusammen.

Zu den Unterzeichnern dieses Appells aus der Lebensmittelwirtschaft zählen unter anderem folgende Verbände: Bund Deutscher Champignon- und  Kulturpilzanbauer, Bundesverband Rind und Schwein, Bundesverband Wein und Spirituosen International, Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse, Deutscher Fruchthandelsverband, Deutscher Kartoffelhandelsverband, Die deutschen Brauer/Deutscher Brauer-Bund, Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft, Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft, Verband der Fleischwirtschaft, Verband Deutscher Sektkellereien, Verein der Zuckerindustrie, Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks. 

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