Statistik für Oktober Erzeugerpreise sinken zum achten Mal in Folge

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Oktober 1,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Während Rindfleisch und Kaffee deutlich teurer wurden, sanken die Butterpreise um mehr als ein Fünftel. Haupttreiber des Rückgangs waren die Energiepreise.

Donnerstag, 20. November 2025, 10:34 Uhr
Manuel Glasfort
Die Erzeugerpreise für Butter sind deutlich gefallen. Bildquelle: Getty Images

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Oktober 2025 um 1,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Dies teilte das Statistische Bundesamt mit. Es war der achte Rückgang in Folge. Gegenüber September 2025 stiegen die Preise leicht um 0,1 Prozent.

Stark unterschiedliches Bild bei Nahrungsmitteln

Bei Nahrungsmitteln ergab sich ein stark unterschiedliches Bild. Die Preise für in Deutschland produzierte und verkaufte Nahrungsmittel lagen um 2,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Besonders stark verteuerte sich Rindfleisch um 34,3 Prozent. Kaffee kostete 24,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Deutlich billiger wurden hingegen Butter mit einem Rückgang um 21,8 Prozent, Zucker um 18,3 Prozent und Schweinefleisch um 9,2 Prozent. Gegenüber September 2025 fielen die Butterpreise um 12,2 Prozent, die Nahrungsmittelpreise insgesamt um 1,2 Prozent. Die gesunkenen Butterpreise sind inzwischen auch beim Verbraucher angekommen

Preisrückgänge auch bei Vorleistungsgütern

Auch bei Vorleistungsgütern für die Lebensmittelproduktion zeigten sich Preisrückgänge. Futtermittel für Nutztiere wurden um 6,3 Prozent günstiger, Getreidemehl um 3,1 Prozent. Insgesamt kosteten Vorleistungsgüter im Oktober 2025 um 0,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Chemische Grundstoffe verbilligten sich um 2,1 Prozent, Papier und Pappe um 1,5 Prozent.

Energie drückt die Preise nach unten

Hauptverantwortlich für den Gesamtrückgang der Erzeugerpreise waren die Energiepreise. Energie kostete im Oktober 2025 um 7,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Erdgas verbilligte sich über alle Abnehmergruppen hinweg um 12,1 Prozent. Elektrischer Strom wurde um 8,3 Prozent günstiger. Mineralölerzeugnisse fielen um 4,3 Prozent, darunter leichtes Heizöl um 2,7 Prozent. Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise im Jahresvergleich um 0,8 Prozent.

Investitionsgüter verteuerten sich

Investitionsgüter verteuerten sich um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Maschinen kosteten 1,7 Prozent mehr, Kraftwagen und Kraftwagenteile 1,1 Prozent mehr.

Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte misst die Entwicklung der Preise für im Bergbau, im Verarbeitenden Gewerbe sowie in der Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland erzeugte und im Inland verkaufte Produkte. Das erläuterte das Statistische Bundesamt. 

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