Landwirtschaft Erzeugerpreise für Agrarprodukte sinken um 8,3 Prozent

Die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse sind im Dezember 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gefallen. Besonders stark sanken die Preise für Speisekartoffeln mit einem Minus von 48 Prozent. Milch verbilligte sich um 17,3 Prozent, während Rinder um 27,1 Prozent teurer wurden.

Freitag, 13. Februar 2026, 10:23 Uhr
Theresa Kalmer
Den stärksten Preisverfall verzeichneten Speisekartoffeln: Sie kosteten im Dezember 2025 nur noch rund halb so viel wie ein Jahr zuvor. Bildquelle: Getty Images

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte sind im Dezember 2025 um 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Dies teilte das Statistische Bundesamt mit. Im November 2025 hatte der Rückgang noch 5,7 Prozent betragen, im Oktober 2025 waren es 1,7 Prozent gewesen. Gegenüber dem Vormonat November 2025 fielen die Preise um 1,6 Prozent.

Besonders stark sanken die Preise für pflanzliche Erzeugnisse. Sie lagen im Dezember 2025 um 11,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse gingen um 6,4 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vormonat entwickelten sich die beiden Bereiche gegenläufig: Pflanzliche Erzeugnisse verteuerten sich um 1,2 Prozent, während tierische Produkte um 3,0 Prozent billiger wurden.

Den stärksten Preisverfall verzeichneten Speisekartoffeln. Sie kosteten im Dezember 2025 um 48,0 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im November 2025 hatte der Rückgang 45,6 Prozent betragen, im Oktober 2025 waren es 41,8 Prozent gewesen. Auch Obst verbilligte sich deutlich um 18,5 Prozent, wobei Tafeläpfel um 20,3 Prozent günstiger waren. Getreide kostete 16,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Gemüse verteuerte sich hingegen um 4,2 Prozent, vor allem durch höhere Preise für Salat, Gurken und Champignons.

Milch verbilligt sich um 17,3 Prozent

Bei den tierischen Produkten sank der Milchpreis besonders stark. Er lag im Dezember 2025 um 17,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auch gegenüber dem Vormonat November 2025 gab der Preis um 6,1 Prozent nach. Schlachtschweine verbilligten sich um 16,1 Prozent. Rinder verteuerten sich dagegen um 27,1 Prozent, Eier um 13,0 Prozent.

Im Jahresdurchschnitt 2025 stiegen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte laut dem Statistischen Bundesamt um 0,3 Prozent gegenüber 2024. Im Jahr 2024 waren die Preise um 1,1 Prozent gesunken. Pflanzliche Erzeugnisse verbilligten sich im Jahresdurchschnitt 2025 um 9,6 Prozent, während tierische Produkte um 6,5 Prozent teurer wurden. Besonders Milch verteuerte sich mit 8,9 Prozent, Eier mit 6,8 Prozent und Tiere mit 4,8 Prozent. Kartoffeln verbilligten sich im Jahresdurchschnitt um 44,0 Prozent.

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