Unternehmensfinanzierung Feinbäckerei Heberer zahlt Millionen-Anleihe zurück

Die Wiener Feinbäckerei Heberer hat Anleihen über 4,61 Millionen Euro zurückgezahlt. Eine weitere Anleihe über 1,535 Millionen Euro wird 2026 fällig. Das Unternehmen plant mit den Mitteln aus einer neuen Anleihe den Ausbau des Filialnetzes und die Wiederaufnahme der Baumkuchenproduktion.

Mittwoch, 15. Oktober 2025, 11:13 Uhr
Manuel Glasfort
Die Wiener Feinbäckerei Heberer betreibt nach eigenen Angaben etwa 200 Filialen in den Kernregionen Rhein-Main, Berlin und Thüringen sowie an Bahnhöfen und Flughäfen. Bildquelle: Wiener Feinbäckerei Heberer

Die Wiener Feinbäckerei Heberer hat ihre im Jahr 2025 fälligen Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 4,61 Millionen Euro vollständig zurückgezahlt. Dies teilte das Unternehmen mit. Die Rückzahlung betrifft das Private Placement (WKN DE000A3E46A9) sowie die Traditionsanleihe (WKN DE000A289X19).

Eine weitere Anleihe über 1,535 Millionen Euro wird im März 2026 fällig. Rund 70 Prozent der Anleger haben sich nach Unternehmensangaben bereits für eine Verlängerung ihres Engagements um weitere fünf Jahre entschieden. Für Neuanleger bietet Heberer bis Februar 2026 eine sogenannte „Genussanleihe“ mit einem Zinssatz von 4,25 Prozent pro Jahr an. Der Einstieg ist ab 1.000 Euro möglich.

Frisches Geld für Ausbau des Filialnetzes

„Die Genussanleihe ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft“, zitierte das Unternehmen Geschäftsführer Georg P. Heberer in der Mitteilung. Die Mittel aus der Anleihe sollen sowohl zur Refinanzierung bestehender Anleihen als auch für neue Investitionen verwendet werden. Geplant sind nach Unternehmensangaben der Ausbau des Filialnetzes, die Modernisierung bestehender Standorte sowie die Wiederaufnahme der Baumkuchenproduktion.

Die Wiener Feinbäckerei Heberer betreibt nach eigenen Angaben etwa 200 Filialen in den Kernregionen Rhein-Main, Berlin und Thüringen sowie an Hochfrequenzstandorten wie Bahnhöfen und Flughäfen. Das 1891 in Offenbach am Main gegründete Unternehmen wird von den Geschwistern Sandra und Georg P. Heberer in der fünften Generation geführt. Das Geschäftsmodell besteht aus eigenen Filialen mit Kommissionären, dem Franchise-Geschäft an Verkehrsknotenpunkten sowie dem Großkundengeschäft.

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