Industrieproduktion Juni Nahrungsmittelindustrie verzeichnet deutlichen Produktionseinbruch

Die Produktion in der deutschen Nahrungsmittelindustrie ist im Juni 2025 um 6,3 Prozent gegenüber dem Vormonat eingebrochen. Die gesamte Industrieproduktion fiel auf den niedrigsten Stand seit der Corona-Pandemie. Nur die Energieerzeugung konnte zulegen.

Donnerstag, 07. August 2025, 11:34 Uhr
Theresa Kalmer
Die negative Entwicklung der Produktion im Juni 2025 ist hauptsächlich auf Rückgänge im Maschinenbau, in der Pharmaindustrie sowie in der Nahrungsmittelindustrie zurückzuführen. Bildquelle: Getty Images

Die Produktion in der deutschen Nahrungsmittelindustrie ist im Juni 2025 spürbar eingebrochen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sank die Produktion in diesem Industriezweig um 6,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der Rückgang in der Nahrungsmittelindustrie gehörte damit zu den stärksten Einbrüchen im Produzierenden Gewerbe.

Die Gesamtproduktion im Produzierenden Gewerbe fiel im Juni um 1,9 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den niedrigsten Stand seit Mai 2020, als die Produktion infolge der Corona-Pandemie eingebrochen war. Neben der Nahrungsmittelindustrie verzeichneten der Maschinenbau mit einem Minus von 5,3 Prozent und die Pharmaindustrie mit einem Rückgang um 11,0 Prozent die stärksten Produktionsrückgänge. Lediglich die Energieerzeugung legte zu - sie stieg um 3,1 Prozent.

Die Konsumgüterproduktion, zu der auch die Nahrungsmittelindustrie gehört, sank im Juni besonders stark um 5,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2024 fiel die Produktion im gesamten Produzierenden Gewerbe um 3,6 Prozent niedriger aus.

Auch im längerfristigen Vergleich zeigt sich eine negative Entwicklung. Im zweiten Quartal 2025 sank die Produktion im Produzierenden Gewerbe um 1,0 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. Das Statistische Bundesamt musste zudem die Produktionszahlen für Mai 2025 nach unten korrigieren. Statt des zunächst gemeldeten Anstiegs um 1,2 Prozent ergab sich nach Korrekturmeldungen ein leichtes Minus von 0,1 Prozent.

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