Backgewerbe Tarifgespräche bei Großbäckereien im Norden gescheitert

Die Gewerkschaft NGG hat das Angebot der Großbäckereien in Nordrhein-Westfalen und Norddeutschland abgelehnt. Die Arbeitgeber boten 5,4 Prozent mehr Lohn in zwei Stufen und eine Einmalzahlung. In den betroffenen Regionen zahlen die Großbäckereien bereits die höchsten Löhne der Branche.

Donnerstag, 07. August 2025, 11:26 Uhr
Theresa Kalmer
Der Verband Deutscher Großbäckereien und die Gewerkschaft
Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben sich für die Tarifgebiete Nord / Nordrhein-Westfalen in der
vierten Verhandlungsrunde nicht geeinigt.
Bildquelle: Verband Deutscher Großbäckereien

Die Tarifverhandlungen für die Großbäckereien in Nordrhein-Westfalen und im Norden Deutschlands sind gescheitert. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) lehnte in der vierten Verhandlungsrunde ein neues Angebot der Arbeitgeber ab, wie der Verband Deutscher Großbäckereien mitteilte.

Die Arbeitgeber hatten eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 3 Prozent zum 1. September 2025 und um weitere 2,4 Prozent zum 1. August 2026 angeboten. Zudem sollten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 600 Euro erhalten. Die Laufzeit des Tarifvertrags sollte bis Ende April 2027 betragen, teilte der Verband mit.

„Die aktuelle Situation ist für Großbäckereien wirtschaftlich sehr herausfordernd, da immer mehr günstige Produkte aus dem Ausland auf den Markt drängen“, zitierte der Verband seinen Verhandlungsführer Tobias Schuhmacher. Die Forderungen der NGG befänden sich „außerhalb der wirtschaftlichen Realität und setzen die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Großbäckereien aufs Spiel“.

Die Tarifentgelte in Nordrhein-Westfalen und im Norden sind nach Angaben des Verbands die höchsten in der deutschen Brot- und Backwarenbranche. Das Arbeitsministerium Nordrhein-Westfalen habe festgestellt, dass der Großbäckerei-Tarifvertrag in Nordrhein-Westfalen branchenübergreifend der zweithöchstdotierte Flächentarifvertrag in dem Bundesland sei. In allen anderen Tarifgebieten haben die Arbeitgeber und die NGG bereits Abschlüsse erzielt.

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