Der Autokonzern Volkswagen bringt seine Currywurst ab Mitte Juni als Fertiggericht für die Mikrowelle in den Lebensmittelhandel. Das teilte das Unternehmen mit. Zunächst wird das Produkt bei Edeka und Netto in Nord- und Ostdeutschland erhältlich sein.
Die Currywurst ist das meistverkaufte Produkt der Marke Volkswagen. Im Jahr 2024 setzte der Konzern 8,552 Millionen Würste in Kantinen und Supermärkten ab. Damit übertraf der Wurstabsatz den Absatz der Pkw und Transporter der Marke Volkswagen, der bei 5,2 Millionen Fahrzeugen lag, wie das Unternehmen mitteilte. Nur der Gesamtabsatz aller Konzernmarken lag mit 9,03 Millionen Fahrzeugen noch knapp über dem Wurstabsatz.
„Das wollen wir jetzt noch einmal steigern“, zitierte das Unternehmen den Leiter der Volkswagen-Fleischerei, Dietmar Schulz. Nach seinen Angaben soll die Vermarktung künftig bundesweit ausgeweitet werden. Anders als bei vergleichbaren Produkten anderer Hersteller wird dem Fertiggericht kein zusätzliches Curry-Pulver beigefügt. Das Gewürz sei bereits in der Wurst und im Ketchup enthalten, teilte das Unternehmen mit.
VW-Fleischerei produziert seit 1973
Die VW-Currywurst gibt es seit 1973. Das Unternehmen stellt sie in der Fleischerei der werkseigenen Volkswagen Service Factory her. Seit 2007 verkauft Volkswagen die Wurst auch im Lebensmittelhandel in Norddeutschland – bislang allerdings nur als Produkt zum selbst Braten.
Für Aufsehen sorgte die Currywurst im Jahr 2021, als Volkswagen sie vorübergehend aus einer Werkskantine in Wolfsburg verbannte. Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder kritisierte diese Entscheidung damals öffentlich. 2023 nahm das Unternehmen die Currywurst in der betreffenden Kantine wieder ins Angebot auf. In den übrigen mehr als 30 Kantinen und Kiosken des Werks war sie durchgehend erhältlich.
