Fischzucht Deutsche Aquakultur produziert minimal weniger

Deutschlands Fischzüchter haben im Jahr 2024 marginal weniger produziert als im Vorjahr. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Ein klarer Aufwärtstrend zeigte sich allerdings bei Lachsforellen.

Dienstag, 27. Mai 2025, 13:57 Uhr
Julia Krone
Leichtes Minus bei Aquakulturproduktion: In Deutschland wurden 2024 etwas weniger Fisch und Meeresfrüchte produziert als zuvor. Bildquelle: Getty Images

In den deutschen Aquakulturbetrieben wurden im Jahr 2024 rund 16. 700 Tonnen Fisch erzeugt und damit rund 100 Tonnen (0,6 Prozent) weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Deutlich stärker fiel der Rückgang bei der Muschelproduktion aus. Sie lag bei knapp 15. 900 Tonnen und damit um 11,9 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Insgesamt machten Fisch und Muscheln rund 99,5 Prozent der gesamten Aquakulturmenge von 32. 800 Tonnen aus. Die übrige Produktion verteilte sich auf Rogen und Kaviar (97 Tonnen), Krebstiere (35 Tonnen) sowie Algen und sonstige aquatische Organismen (27 Tonnen). Diese Produktgruppen bleiben damit Nischen in der deutschen Aquakultur.

Mit 9. 800 Tonnen entfielen mehr als die Hälfte der gesamten Fischerzeugung auf forellenartige Arten wie Regenbogenforelle (5. 400 Tonnen), Lachsforelle (1. 900 Tonnen) und Elsässer Saibling (1 .400 Tonnen). Die Regenbogenforellen verzeichneten ein deutliches Minus von 380 Tonnen (minus 6,6 Prozent), der Elsässer Saibling lag mit 170 Tonnen weniger ebenfalls deutlich unter dem Vorjahreswert (minus 10,4 Prozent).

Zulegen konnte dagegen die Lachsforelle. Ihre Produktion stieg um 100 Tonnen (plus 5,6 Prozent). „Lachsforelle ist dabei keine eigene Art, sondern eine Handelsbezeichnung“, erklärt Destatis. „Es handelt sich dabei zumeist um besonders große, rotfleischige Regenbogenforellen.“

Eine Aufwärtstendenz gab es auch bei Karpfen und verwandten Arten. Mit knapp 4 .800 Tonnen stieg die Produktion gegenüber dem Vorjahr um 7,3 Prozent. Dabei dominierte erneut der Gemeine Karpfen mit 4 .300 Tonnen – ein Plus von 280 Tonnen (plus 6,9 Prozent). Auch die Aalzucht konnte leicht zulegen. Vom Europäischen Aal wurden knapp 1 200 Tonnen erzeugt, und damit laut Statistischem Bundesamt rund 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Anzeige

SSI Schäfer

Moldauische Weine erobern den deutschen Einzelhandel

Ausgezeichnete Qualität, authentische Rebsorten und attraktive Preise: Moldauische Weine erobern Schritt für Schritt den deutschen Einzelhandel.
Jetzt mehr erfahren

Neue Produkte