Molkereiwirtschaft Schwälbchen holt wieder auf

Der Molkerei Schwälbchen geht es nach zwei schwierigen Corona-Jahren wieder besser. Insbesondere das anziehende Geschäft des Frischdienstes habe der Molkerei Rückenwind gegeben. Der Turnaround zu einem zumindest ausgeglichenen Ergebnis scheint in Sicht.

Freitag, 19. August 2022 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
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Mit dem Wegfall strikter Corona-Regeln soll die Nachfrage bei der Belieferung von großen Betriebskantinen, Schulen, Mensen, Hotels und Gastronomen bereits im ersten Halbjahr deutlich gestiegen sein, berichtete der Unternehmenschef, Günter Berz-List. Vor allem betroffen seien davon die Ballungsräume sowie die größeren Städte. „Wir sind im Aufholmodus“, sagt Berz-List der Deutschen Presse-Agentur. Er gehe für das gesamte Jahr von einem Umsatz von 200 Millionen Euro und einem wieder ausgeglichenen Ergebnis für die gesamte Gruppe aus.

Im Geschäftsfeld für Großverbraucher mit einem Sortiment von rund 10.000 Artikeln für Küchenchefs sei der Umsatz 2021 von 30 Millionen Euro, in den ersten sechs Monaten, auf 51 Millionen Euro gestiegen. Zudem habe man den Verlust beim Ergebnis von minus 1,4 Millionen auf minus 400.000 Euro reduzieren können. Bis Jahresende wolle man keine roten Zahlen mehr beim Frischdienst verzeichnen, so der Manager.

Im Molkereigeschäft sei der Umsatz um 14 Prozent auf 54 Millionen Euro gestiegen. Zwar habe die  Milchverarbeitung um sieben Prozent auf 66 Millionen Kilogramm abgenommen, operativ sei die Entwicklung jedoch zufriedenstellend, sagt Berz-List. Da die Notierungen für Käse, Milchpulver und Butter seit Jahresanfang stark angestiegen ist, seien die Preise für Frischeprodukte im Handel erst im Juli angezogen. Dementsprechend zeige sich der Aufwind erst jetzt im zweiten Halbjahr.

Nach einem Plus von 1,1 Millionen zum Halbjahr 2021, stehe in den aktuellen Büchern ein Verlust von von 500.000 Euro. Jedoch seien im Vorjahr noch zwei Sondereffekte in Höhe von insgesamt 1,7 Millionen Euro verbucht worden: der Verkauf einer Liegenschaft in Marburg sowie die Verschmelzung der Harzmolkerei in Wernigerode auf die Muttergesellschaft.

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