Obst und Gemüse Spargel-Liebe ist eine Frage des Alters

Spargel ist ein typisch deutsches Frühlingsgemüse. Eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zeigt, dass jüngere Leute das sogenannte „weiße Gold“ weniger mögen als ältere.

Dienstag, 03. Mai 2022 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
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Bildquelle: VSSE e.V./Christoph Göckel

Bei den 18- bis 24-Jährigen sind lediglich 47 Prozent Spargel-Fans, bei den Menschen über 55 Jahre sind es dagegen 74 Prozent. Insgesamt mögen 64 Prozent der Erwachsenen in Deutschland Spargel, 13 Prozent mögen ihn dagegen „gar nicht“. Frauen lieben Spargel häufiger als Männer (68 zu 60 Prozent).

Rund ein Drittel der Erwachsenen findet, dass dem weißen Spargel hierzulande zu viel Beachtung geschenkt wird. Spargel sei in den Medien ein übertriebener Hype, sagen 32 Prozent. Fast die Hälfte (47 Prozent) findet es dagegen „gut so, wie es ist“. Der Rest machte keine Angabe oder aber die Befragten (6 Prozent) wünschten sich noch mehr Beachtung des Spargels. Erkenntnis: Der weiße Spargel ist ein durchaus wichtiges Gemüse fürs deutsche Gemüt.

Die Spargelsaison beginnt hierzulande im März/April und geht - zumindest traditionell - bis zum Johannistag im Juni (24.6.). Das Gemüse wird oft regional vermarktet: In Baden-Württemberg ist zum Beispiel Schwetzinger Spargel populär, in Berlin und Brandenburg ist es der Beelitzer, in Bayern Schrobenhausener, in Nordrhein-Westfalen Münsterländer.

Der Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr lag in Deutschland nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zuletzt bei meist etwa 1,7 Kilogramm. Auch wenn heute viel Spargel aus Griechenland, Spanien, Polen, den Niederlanden oder gar Peru und China kommt: Besonders begehrt ist der einheimische Spargel, der fast immer Folienspargel ist. Folien verwandeln Felder monatelang in Plastikwüsten. Umweltschützer beklagen den Müll und, dass solche versiegelten Äcker als Lebensraum für Vögel und Bienen wegfallen. Außerdem sind auch immer wieder die Arbeitsbedingungen von Erntehelfern auf den Feldern ein Thema.

2020 sei ein Spargelrekordjahr gewesen, sagt eine Sprecherin vom Verband Süddeutscher Spargelanbauer in Bruchsal. 2021 sei es etwas schwieriger gewesen, jedoch gar nicht wegen Corona. „2021 war das Frühjahr recht grau, kalt und nass. Es gab zu Beginn der Saison wenig Spargel, und die Preise waren deswegen recht hoch. Erst Ende Mai/Anfang Juni stiegen die Temperaturen und damit die Erntemengen.“ 2022 gehen die Anbauer „von einem gute Nachfragejahr aus“, da das Wetter mitspiele und auch die Gastronomie wieder regulär geöffnet habe. „Die Leute haben Nachholbedarf. Die jetzigen Voraussetzungen sind - abgesehen von der Inflation - für den Spargelkonsum gut.“

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