Jahresbilanz Großbäckereien kämpfen mit Kosten

Den Großbäckereien in Deutschland machen die steigenden Kosten zu schaffen. So seien zum Beispiel die Preise für die Hauptbrotgetreidearten Weizen und Roggen im Vergleich zum Vorjahr um 60 beziehungsweise 70 Prozent gestiegen. Eine Entwarnung ist aus Sicht des Verbands Deutscher Großbäckereien nicht in Sicht. 

Donnerstag, 18. November 2021 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Großbäckereien kämpfen mit Kosten
Bildquelle: Verband Deutscher Großbäckereien

Auch Sonnenblumen- und Kürbiskerne sowie Leinsamen und Sesam seien um 30 Prozent teurer geworden, hieß es auf der Jahres-Pressekonferenz am Donnerstag. Margarine und Obstsorten, die insbesondere für Tiefkühlkuchen verwendet würden, hätten um 25 Prozent zugelegt. „Hinzukommen weitere Preissteigerungen bei Personal, Energie, Kartonagen, Folien, Etiketten und Logistik“, klagte die Präsidentin des Verbandes, Ulrike Detmers in Gütersloh.

Als Haupttreiber für die Kostensteigerungen hat der Verband das Wachstum der Weltbevölkerung, die zunehmenden Umweltschäden durch den Klimawandel und den Mangel an Arbeitskräften identifiziert. Hinzu kämen weitere Anforderungen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Umweltschutz sowie durch das Lieferkettengesetz.

Unterdessen setzt sich der Konzentrationsprozess in der Branche unvermindert fort. So hat sich die Zahl der Bäckereien mit mehr als 20 Beschäftigten in Deutschland seit dem Jahr 2000 von 20.302 auf 10.181 im vergangenen Jahr halbiert. Der Umsatz der Betriebe stieg derweil von 15,7 Milliarden Euro auf 20,9 Milliarden Euro (2019). Rund ein Drittel aller Umsätze entfiel 2019 auf die Betriebe mit einem Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro.

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