Hochland Gut durch die Pandemie gekommen

„Wir können auf ein gutes Jahr zurückblicken“, mit diesen Worten eröffnete Peter Stahl, Vorstandsvorsitzender der Hochland SE die online durchgeführte Jahrespressekonferenz. Nicht selbstverständlich, für Firmen in der Rückschau auf das Pandemie-Jahr 2020.

Mittwoch, 28. April 2021 - Hersteller
Friederike Stahmann
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Bildquelle: Hochland

Der Allgäuer Käsehersteller bezifferte den Umsatz für das vergangene Geschäftsjahr mit 1,632 Mrd. Euro. Das entspricht einem Zuwachs von rund 2,2 Prozent. Wie die Zahlen zeigten, sei man alles in allem gut durch das Jahr gekommen. Aufgrund von Restaurant- und Hotelschließungen auch in Spanien und den USA – wichtige Absatzmärkte von Hochland -  wäre zwar der Absatz von Milchprodukte in diesem Segement zeitweise fast vollständig weggebrochen, die steigende Nachfrage im Lebensmittelhandel half jedoch die Absatzrückgänge in der Gastronomie zu kompensieren. 

Mehr das: Das siebte Jahr in Folge konnte der Absatz, laut Herstellerangaben, sogar wachsen. Gruppenweit stieg er um 4,3 Prozent auf 394.000 Tonnen, was einem Plus von über 16.000 Tonnen entspricht. Das ist hauptsächlich dem Wachstum im Markengeschäft zu verdanken, das um 12 Prozent zulegte. Die Marken Hochland, Patros und Gervais sowie Fetaxa in Russland legten zweistellig zu. Bezogen auf die Käsekategorien verzeichnet Weißkäse den größten Anstieg, so Finanzvorstand Hubert Staub.

Die pflanzlichen Käsealternativen unter der Marke Simpy V setzten, laut Staub, auch 2020 ihre rasante Entwicklung fort und übertreffen gar das Wachstum der Käsemarken. Für die Gemüse-Tortillas des Start-up Beetgold konnte man erste Listungen im Handel verbuchen.

Neben dem heimischen und dem europäischen Markt bedienen die Heimenkirchner Käseproduzenten vor allem auch den russischen und den nordamerikanischen Markt. Aktiv ist man in acht Ländern auf drei Kontinenten an 20 Standorten mit rund 5.500 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen weltweit.   

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