Mestemacher Umsatzsprung im Jubiläumsjahr

Großbäcker Mestemacher wird 150. Und geht mit einem Umsatzplus von 16,7 Prozent ins Jubiläumsjahr. Sehr zur Freude der Eigentümerfamilien Albert (Foto, hinten l.) und Prof. Dr. Ulrike Detmers (vorne l.) sowie Helma und Fritz Detmers.

Freitag, 05. Februar 2021 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Umsatzsprung im Jubiläumsjahr
Bildquelle: FOTOSession

Im Pandemiejahr 2020 stieg hierzulande die Nachfrage nach haltbaren Brot- und Backwaren. Davon profitierte auch das Gütersloher Familienunternehmen Mestemacher, das in diesem Jahr 150 Jahre alt wird. Der Umsatz kletterte von 126,3 Millionen Euro 2019 auf 147,4 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Und auch für das laufende Geschäftsjahr planen die Gütersloher mit Wachstum: Sie peilen einen konsolidierten Umsatz in Höhe von 152 Millionen Euro an. Das entspricht einem Wachstum von 3,1 Prozent. Ein dickes Lob gab es für die Belegschaft: Mit Sonderschichten, Mehrarbeit und Neueinstellungen sei es in einem gemeinsamen Kraftakt gelungen, die gestiegenen Auftragsmengen zu produzieren.

2020, dem ersten Jahr der Pandemie, resultierte das Wachstum der Gütersloher Großbäcker vor allem aus der stark gestiegenen Nachfrage im Lebensmittel-Einzelhandel nach SB-verpackten Broten und Backwaren mit ungeöffnet langer Haltbarkeit. Doch Prof. Dr. Ulrike Detmers, Geschäftsführung Marketing sowie Vorsitzende der Geschäftsführung Mestemacher Management GmbH, führt noch weitere Gründe ins Feld: „Das Wachstum kommt zudem aus neuen SB-Produkten, die die Nachfrage nach ballaststoffreichen Bio-Broten, Ethnic Food, Eiweiß-Broten voll umfänglich befriedigen.“ Wachstum erwarten die Gütersloher auch durch den Trend der „naturgemäßen Lebensführung“: „Dieser Lebensstil unterstützt nachhaltig die Nachfrage nach Lebensmitteln, die vegan, vegetarisch, salzarm sind und eine positive Nährwertbilanz kennzeichnen“, sagt Detmers.

Seit Jahresanfang tragen alle Mestemacher-Markenbrote die Nährstoffkennzeichnung Nutri-Score auf der Vorderseite der Verpackung. 95 Prozent sind mit A und B klassifiziert und gelten damit als günstig für den täglichen Verzehr. Lediglich drei Produkte (5 Prozent) tragen ein C. 80 Prozent der Mestemacher-Brote sind vegan, 20 Prozent sind wegen des Milchanteils vegetarisch.

Probleme macht, wie überall in der Branche, der Brexit. Seit dem Austritt von Großbritannien aus der EU kommt es zu Exportzeitverlängerungen ab Gütersloh von 72 bis 96 Stunden. „Vorher waren es 48 Stunden“, sagt Detmers. Vom 34-prozentigen Exportanteil des Unternehmens entfallen 2,8 Prozent der Umsätze auf den Handel mit Großbritannien. Ein weiteres Brexit-Ärgernis: Exportdokumente würden durch Gebühren belastet, Einfuhr-Zoll fiel aber nicht an. „Transportpreiserhöhungen und Zollausfuhrgebühren erhöhen den Brotpreis für Verbraucher in Großbritannien um etwa 4 Prozent“, sagt Detmers.

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