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Afrikanische Schweinepest Minister beraten über Maßnahmen

Lebensmittel Praxis | 24. September 2020
Afrikanische Schweinepest: Minister beraten über Maßnahmen
Bildquelle: Getty Images

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) will die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Brandenburg so rasch wie möglich wieder eliminieren. Im Rahmen eines Treffens der Länder-Agrarminister wird über Schutzzäune und Impfstoffe diskutiert.

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„Unser Ziel muss es sein, mit einer nationalen gemeinsamen Kraftanstrengung die Ausbreitung der ASP in andere Bundesländer und in den Haustierbestand zu verhindern und sie aus unserem Land wieder rauszubekommen“, sagte Klöckner der Deutschen Presse-Agentur. Deutschland werde frühestens dann wieder als ASP-frei gelten, wenn mindestens ein Jahr lang keine positiven Funde gemacht wurden.

Im Kampf gegen die Tierseuche gebe es bereits einen Bund-Länder-Krisenstab, ein EU-Team mit Veterinärexperten sei vor Ort, eine Taskforce auf Arbeitsebene sei im Einsatz – „und wir forschen parallel an einem Impfstoff“, sagte die Ministerin vor Beginn eines Treffens der Länder-Agrarminister im saarländischen Weiskirchen. Aber auch die Bundesländer müssten „ihre Hausaufgaben“ machen.

Wichtig sei, dass ein Land wie Brandenburg, wo die ASP erstmalig bei einem toten Wildschwein bestätigt wurde, „eine Koordinierungsfunktion“ übernehme – für seine Kommunen und Verbände, beispielsweise die Jäger. „Die unterschiedlichen Zuständigkeiten müssen gebündelt sein“, sagte Klöckner.

In einem Antrag geht es um die Finanzierung von Wildschweinschutzzäunen entlang der deutschen Staatsgrenze zu Ländern, aus denen eine Einschleppung der Tierseuche droht – wie derzeit zu Polen, aber künftig möglicherweise auch zu Belgien oder Tschechien. An den Kosten sollten Bund und Länder „solidarisch“ beteiligt werden, da es „ein gesamtstaatliches Interesse“ gebe, hieß es in dem Papier.

Der Ausbruch der ASP in Brandenburg und die Folgen sind Hauptthema auf der Agrarministerkonferenz, die am 24. September startet. Mittlerweile ist die für Menschen ungefährliche Tierseuche bei 29 toten Wildschweinen in Brandenburg nachgewiesen worden.