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Brot- und Backwaren Nachfrageboom bei Verpacktem

Lebensmittel Praxis | 04. September 2020
Brot- und Backwaren: Nachfrageboom bei Verpacktem
Bildquelle: Renate Lottis

Ein Umsatzplus von neun Prozent im Juni gegenüber Vorjahresmonat (GfK Consumer Index) bei den Liefergroßbäckereien: Während diese vom Trend zu verpackten Brot- und Backwaren profitierten, hatten die Filialgroßbäckereien im Lockdown mehr Probleme. Die Zahlen nannte die Präsidentin des Verbands Deutscher Großbäckereien, Prof. Dr. Ulrike Detmers (Foto).

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In Pandemie-Zeiten rückt die Bevorratung mit Brot- und Backwaren stärker in den Fokus der Konsumenten: „Corona beschert im Segment gemäß GfK Consumer Index einen Umsatzzuwachs im Juni 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat von neun Prozent und ein leichtes Mengenplus von vier Prozent“, sagte Detmers anlässlich der Jahrespressekonferenz des Verbands. Sie sprach von einem Nachfrageboom. In den Fokus der Verbraucher seien dabei Produktsicherheit und Mindesthaltbarkeitsdatum gerückt: Letzteres variiere von 10 bis zu 180 Tagen „bei ungeöffneter Genussfrische“, wie Detmers betont.

Durch den Lockdown schnitten die Filialgroßbäckereien, die Verkaufsstätten wie die Vorkassenzonen des LEH aber auch Bäckerei-Filialen beliefern, nicht so gut ab. Die Kundenfrequenz sank, insgesamt sprach Detmers von einem Umsatz- und Absatzeinbruch. Laut Detmers beträgt der Anteil der Liefer- und Filialgroßbäckereien am gesamten Branchenumsatz mehr als 70 Prozent. Der Gesamtumsatz der Branche lag 2018 bei 21 Milliarden Euro. Detmers geht ingesamt von einem stabilen bezwiehungsweise wachsenden Marktanteil der Liefer- und Filialgroßbäcker aus. 

Mit einem Arbeitskreis Reformulierung soll das für die backende Branche sehr wichtige Thema Salzreduktion weiter vorangetrieben werden, um eine Zielvereinbarung zu formulieren. Hintergrund ist die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie von Ministerin Julia Klöckner.

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