Sowohl das Inlandsgeschäft als auch der Export entwickelten sich dabei gleichermaßen negativ. Insgesamt wurden im August Lebensmittel im Wert von 5,1 Milliarden Euro exportiert, das entspricht einem wertmäßigen Rückgang um 0,4 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Entwicklung ist auf einen mengenmäßigen Rückgang zurückzuführen, während die Verkaufspreise im In- und Ausland anstiegen. So stiegen die Verkaufspreise im Inland um 1,5 Prozent, im Ausland um 2,1 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Lebensmittelproduktion hingegen konnte ausgebaut werden, der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex stieg um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Agrarrohstoffkosten sind einer der größten Kostenfaktoren für die Lebensmittelproduktion. Vor allem steigende Rohstoffkosten sind eine zusätzliche Belastung für die Unternehmen und wirken sich mittelfristig auf die Verbraucherpreise aus. Die Preisentwicklung an den globalen Agrarrohstoffmärkten resultiert aus den Angebots- und Nachfrageschwankungen. Im September 2019 stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel um 1 Punkte auf einen Indexwert von 87 Punkten. Im Vorjahresvergleich bedeutete dies einen Anstieg um 4,4 Prozent. Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Im Oktober 2019 zeigte sich die Stimmungslage bei den Lebensmittelherstellern weiterhin zuversichtlich, auch wenn der Saldo des Geschäftsklimas um 2,7 Punkte gegenüber dem Vormonat auf insgesamt 11,1 Punkte sank. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hatte sich das Geschäftsklima ebenfalls leicht verringert. Die Einschätzung der eigenen Geschäftslage fiel weiterhin sehr positiv aus. Sowohl die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten als auch die Entwicklung der Verkaufspreise wurden jedoch schlechter eingeschätzt als noch im Vorjahr. Für die Stimmungslage bei den Verbrauchern ist das GfK-Konsumklima ein wichtiger Indikator. Der Index stieg im Oktober 2019 um 0,1 Punkte auf einen Saldo von insgesamt 9,8 Punkte. Damit ist der Index seit Februar 2019 erstmalig wieder angestiegen. Die Stimmung der Verbraucher zeigte dabei in die andere Richtung: Sowohl die Konjunkturerwartung, die Anschaffungsneigung als auch die Einkommenserwartung gingen leicht zurück. Aufgrund der anhaltenden stabilen Situation am Arbeitsmarkt steht für die Konsumenten jedoch auch weiterhin der nachhaltige Genuss im Alltag im Fokus. Besonders höherwertige Qualitätslebensmittel werden weiterhin stark nachgefragt. Ein gemäßigter Preisrückgang stützt diesen Trend. So sanken die Lebensmittelpreise im Oktober 2019 um 0,2 Prozent, die allgemeinen Verbraucherpreise hingegen hielten sich konstant auf dem Niveau des Vormonats. Im Vorjahresvergleich konnte ein leichter Preisanstieg von 1,1 Prozent im Bereich Lebensmittel und 1,2 Prozent der allgemeinen Verbraucherpreise verzeichnet werden.
BVE-Konjunkturreport Lebensmittelhersteller bauen Produktion aus
Die deutsche Ernährungsindustrie musste im August 2019 einen moderaten Umsatzrückgang hinnehmen. Laut dem aktuellen Konjunkturreport der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) erwirtschaftete die Branche 15,2 Milliarden Euro und blieb damit um 0,8 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück.
Bildquelle: Wanzl
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