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„Oft länger gut“ Kampagne gegen Food Waste gestartet

Lebensmittel Praxis | 05. November 2019
„Oft länger gut“: Kampagne gegen Food Waste gestartet
Bildquelle: Too Good To G

27 Hersteller sind ab jetzt dabei; mit weiteren wird in den kommenden zehn Wochen gesprochen: Die Organisation „Too Good To Go“ launchte die bundesweite Zusatzerklärung „Oft länger gut” zum Mindesthaltbarkeitsdatum, um Lebensmittelverschwendung in Privathaushalten zu reduzieren. Die teilnehmenden Lebensmittelproduzenten sagen zu, diesen Hinweis in der Nähe des Mindesthaltbarkeitsdatum auf ihren Produkte zu verwenden.

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Too Good To Go vereint mit dieser Kampagne erstmals einflussreiche gesellschaftliche Kräfte, um flächendeckend die Verbraucherwahrnehmung der Haltbarkeit nachhaltig zu ändern. Zu den bisherigen Teilnehmern gehören unter anderem Alnatura, Arla Foods, Andechser Molkerei Scheitz, Bio Company, Bürger, Danone, Dennree, Dm, FollowFood, FrieslandCampina, Kaufland, Lidl, Mymuesli, Penny, Share, tTgut oder Unilever.

52 Prozent der Lebensmittelverschwendung in Deutschland wird in privaten Haushalten verursacht. Das sind 6,2 Millionen Tonnen pro Jahr. Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) spielt dabei eine große Rolle. Missverständnisse und Fehlinterpretation führen dazu, dass deutsche Verbraucher Tausende Tonnen an Lebensmitteln, die das MHD erreicht haben, entsorgen. Laut einer Studie der Europäischen Kommission hängen sogar 10 Prozentder Lebensmittelverschwendung in der gesamten EU mit der Datumskennzeichnung zusammen. „Die gesamte Wertschöpfungskette muss einen aktiven Beitrag leisten, unnötige Lebensmittelverschwendung zu vermeiden“, erklärt dazu Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf Lidl Deutschland. „Wir wollen unsere Kunden sensibilisieren, dass Produkte mit erreichtem Mindesthaltbarkeitsdatum nicht automatisch verdorben sind, deswegen beteiligen wir uns an der „Oft länger gut“-Kampagne. Als einer der größten Lebensmittelhändler wollen wir dazu beitragen, dass weniger Lebensmittel weggeworfen werden.“