Der US-Fahrdienstleister Uber übernimmt den Berliner Essenslieferdienst Delivery Hero für knapp 13 Milliarden Euro. Das Berliner Unternehmen bestätigte den Zusammenschluss. Uber bietet je Aktie 41,50 Euro, wie Delivery Hero mitteilte.
Uber betreibt selbst einen Essenslieferdienst
Zuletzt hielt Uber knapp 25 Prozent an Delivery Hero, hinzu kamen Finanzinstrumente über knapp 12 Prozent. Nun verkaufte der Großaktionär Prosus seinen Anteil von knapp 17 Prozent. Die niederländische Beteiligungsgesellschaft hatte sich zu diesem Verkauf im Zuge des Kaufs des Konkurrenten Just Eat Takeaway verpflichtet, wie das Unternehmen mitteilte.
Delivery Hero hat seinen Sitz in Berlin, ist aber seit dem Verkauf des Deutschland-Geschäfts an Just Eat Takeaway hierzulande operativ nicht mehr tätig. Das Unternehmen ist wegen seiner Präsenz in Asien, Südeuropa, der arabischen Halbinsel und Afrika einer der weltweit größten Essenslieferdienste. Uber betreibt mit Uber Eats selbst einen Essenslieferdienst, unter anderem auch in vielen deutschen Städten.
Uber gibt Standortgarantie für Berlin
Uber verpflichtet sich den Angaben zufolge, den Hauptsitz von Delivery Hero in Berlin beizubehalten und bis mindestens 2029 keine Änderungen an der Belegschaft in der Bundeshauptstadt vorzunehmen. „Das talentierte Team von Delivery Hero hat ein beeindruckendes Unternehmen aufgebaut – mit beliebten lokalen Marken und führenden Positionen in einigen der weltweit am schnellsten wachsenden Liefermärkte“, so Uber-Chef Dara Khosrowshahi.
Delivery-Hero-Mitgründer und -Chef Niklas Östberg sagte: „Ubers globale Mobilitäts- und Lieferplattform und unser gemeinsames Bekenntnis zu Innovation machen dies zur richtigen Partnerschaft, um auf den Stärken von Delivery Hero in der lokalen Essenslieferung und im Quick Commerce aufzubauen und unsere Everyday-App-Strategie für unsere Kunden weiter voranzutreiben.“
Die Aktie von Delivery Hero hatte bereits seit Mitte April kräftig an Wert gewonnen, nachdem bekannt wurde, dass Uber seinen Anteil erhöht hatte.
