Gegen Koalitions-Linie Markus Söder verspricht Erhalt der Minijobs

Markus Söder (Foto), Bayerns Ministerpräsident und CSU-Parteichef,  verspricht: „Die Minijobs bleiben.“ Das sagte der Politiker der Tageszeitung „Augsburger Allgemeinen“.

Montag, 13. Juli 2026, 11:59 Uhr
Thomas Klaus (mit dpa)
Bleiben die Minijobs doch? Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hat es versprochen. Bildquelle: Bayerische Staatskanzlei

Bayerns Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender Markus Söder hat sich gegen die geplante Abschaffung von Minijobs ausgesprochen. Er versprach: „Die Minijobs bleiben.“ Söder weiter: „Man kann darüber sprechen, wie Menschen mit Minijobs stärker vor Altersarmut geschützt werden. Aber eine Abschaffung wäre falsch und würde wichtigen Branchen wie der Gastronomie, dem Einzelhandel oder der Landwirtschaft schwer schaden.“

Söder: Große Reformen sind andere

Die großen Reformen bei der Rente seien andere. Söder nannte die Abschaffung der Rente mit 63 und den Einstieg in eine kapitalgedeckte Altersvorsorge.

Eine breite Allianz von Wirtschaftsverbänden hat die Bundesregierung ebenso eindringlich davor gewarnt, Minijobs im Zuge der geplanten Sozial- und Rentenreformen faktisch abzuschaffen oder deutlich zu verteuern. In einem Brandbrief an Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) und Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) fordern unter anderem der Handelsverband Deutschland, der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband, der Gesamtverband der Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände sowie weitere Branchenverbände den Erhalt der Minijobs in ihrer heutigen Form.

Vorschlag stammt von Regierungskommission

Minijobs galten jahrelang als Brücke in eine dauerhafte Beschäftigung. Doch in Teilen der Politik und auch der Wissenschaft mehren sich skeptische Stimmen. 

Minijobs mit einem Verdienst von bis zu 603 Euro im Monat abzuschaffen, gehört zu den Vorschlägen für eine Rentenreform der schwarz-roten Koalition, die eine Regierungskommission vorgelegt hatte. Die Kommission empfiehlt, Minijobs in die Rentenversicherung einzubeziehen sowie ihren steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus abzuschaffen. Ausnahmen sollten demnach nur noch für  Schüler möglich sein. Die Koalition aus CDU, CSU und SPD hatte angekündigt, sie werde die Empfehlungen dieser Kommission möglichst eins zu eins umsetzen. 

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