Edeka hat Mario Slunitschek in den Vorstand der Edeka Zentrale berufen. Der 55-Jährige verantwortet seit dem 1. Juli 2026 das Ressort Eigengeschäft, teilte das Unternehmen mit. Zu diesem Bereich gehören die Weiterentwicklung der nationalen und internationalen Eigenmarken, das Obst- und Gemüsegeschäft sowie das Qualitätsmanagement.
Slunitschek arbeitet seit 2014 für Edeka. In dieser Zeit baute er das Edeka-Fruchtkontor beziehungsweise Everest Fresh nach Angaben des Unternehmens von einem nationalen Anbieter zu einem der führenden Obst- und Gemüseunternehmen Europas aus. Der Jahresumsatz stieg unter seiner Leitung von 1,8 Milliarden Euro auf aktuell rund 6,3 Milliarden Euro. Parallel dazu stärkte er den Angaben zufolge das internationale Geschäft: Heute beliefert Everest Fresh Kunden in zahlreichen Märkten, darunter die Niederlande, die Schweiz, Frankreich, Polen, England, China und Südafrika.
Seit August 2024 verantwortet Slunitschek zusätzlich die Eigenmarken sowie den Nonfood-Bereich. Mit der Einführung der Eigenmarke Edeka Herzstücke habe er eine zentrale strategische Grundlage für die weitere Differenzierung und Stärkung des Eigenmarkenportfolios geschaffen, teilte Edeka mit. „Mit Mario Slunitschek werden wir Tempo und Schlagkraft bei zentralen Zukunftsthemen weiter erhöhen“, zitierte das Unternehmen Uwe Kohler, Kuratoriums- und Verwaltungsratsvorsitzender, in der Mitteilung. „Er hat in den vergangenen Jahren wichtige Geschäftsfelder erfolgreich weiterentwickelt und verbindet operative Erfahrung mit einem klaren Blick für Einkauf, Eigenmarken und internationale Märkte.“
Edeka Zentrale schrumpft auf drei Vorstände
Der Vorstand der Edeka Zentrale besteht künftig aus drei Personen: Markus Mosa als Vorstandsvorsitzender, Peter Keitel als Vorstand für Finanzen und Personal sowie Mario Slunitschek als Vorstand für Eigengeschäft. Der Verwaltungsrat und das Kuratorium der Edeka Zentrale hatten Slunitschek in den Vorstand berufen.
Die Edeka-Zentrale ist die strategische und operative Dachorganisation des Edeka-Verbunds. Da Edeka genossenschaftlich organisiert ist, steuert die Zentrale den Verbund nicht wie eine klassische Konzernholding, sondern übernimmt Aufgaben, die für alle Edeka-Regionalgesellschaften und selbstständigen Kaufleute gebündelt werden. Dazu zählen beispielsweise die Entwicklung von Eigenmarken und Markenführung.
Der Edeka-Verbund erzielte 2025 mit rund 10.900 Märkten und rund 417.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 77,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Bundesweit führen rund 3.200 selbstständige Kaufleute Edeka-Märkte.